Magerquark und die richtige Einstellung – zwei wesentliche Zutaten des Erfolgsrezepts von Aytac Sulu. Seit bald sechs Jahren steht der 32-jährige Mannschaftskapitän für Verlässlichkeit und Konstanz bei den Lilien.

Es ist Länderspielpause – kommt die für Euch zum richtigen Zeitpunkt, oder hättet Ihr gerne weitergespielt?

Aytac Sulu: Wir hätten alle schon gerne weitergespielt. Aber so können wir unsere Blessuren auskurieren und ein bisschen was nachholen. Das hat auch seine Vorteile.

Du bist seit Jahren der Inbegriff für Verlässlichkeit und Konstanz bei den Lilien – wie erklärst Du Dir das selbst?

Aytac Sulu: Ich glaube, der Hauptgrund ist die Gesundheit. Ich bin von schwerwiegenden Verletzungen verschont geblieben. Toi, toi, toi, ich hoffe, das bleibt noch ein paar Jährchen so.

Was tust Du dafür?

Aytac Sulu: Ich halte mich fit, regeneriere mich. Mein Lebenswandel trägt auch dazu bei, dass ich mich nicht so viel verletze. Man muss auf seinen Körper achten. Zum Beispiel esse ich statt zwei Brötchen morgens mittlerweile nur ein dunkles Brötchen und vielleicht etwas Magerquark. Ich passe da schon auf. Und vielleicht habe ich auch die Qualität. Aber das müssen andere beurteilen.

Im vergangenen Jahr habt Ihr zu dieser Zeit mitten in der Krise gesteckt. Jetzt steht Ihr sorgenfreier da. Besteht die Gefahr, dass Ihr das zu locker nehmt?

Aytac Sulu: Nein, denn an der Außenlinie steht jemand, der nicht zulassen wird, dass es etwas lockerer und sorgloser zugeht. Wir haben auch von der Vergangenheit gelernt, dass wir nicht locker können und locker dürfen.

Umgekehrt gefragt: Seid Ihr vor einem Jahr zu locker gewesen und deswegen in die Krise gerutscht?

Die Ursachen haben wir schon oft genug angesprochen. Damals war das ein anderer Trainer, ein anderer Stil. Wir wollen die Zeit damals nicht vergessen, sondern in Erinnerung behalten, wie es werden kann, wenn man nicht seine 100 Prozent abruft.

Ihr habt jetzt bis zur Winterpause noch ein relativ schwieriges Programm mit den Spitzenteams Köln und Union Berlin. Gibt es da ein Ziel, das Ihr Euch gesetzt habt – oder denkt Ihr nur von Spiel zu Spiel?

Aytac Sulu: Ziele kannst Du Dir in dieser zweiten Liga nicht setzen. Wichtig ist, von Spiel zu Spiel zu schauen und dass wir dabei immer unsere Leistung abrufen. Wenn das jeder tut, haben wir uns nicht vorzuwerfen.

(aufgezeichnet nach dem Training am Freitag)

Bildquellen

  • D98-DSC-005: Arthur Schönbein

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