Trainer Dirk Schuster sieht seine Mannschaft gestärkt für den zweiten Teil der Saison.  Beim Neujahrsempfang der Lilien sprach er über bevorstehende Neuverpflichtungen, den Nachfolger von Aytac Sulu als Kapitän, Offensivoptionen und das neue Saisonziel.

Bilanz der Vorbereitung und Generalprobe gegen Paderborn

Wir konnten aus dem Testspiel gegen Paderborn sehr viel Selbstvertrauen mitnehmen. Wenn man die beiden Spiele miteinander vergleicht – die sehr unangenehme Niederlage in der Liga und jetzt der Auftritt bei einem Testspiel – da lagen schon Welten dazwischen. Beide Mannschaften sind mit fast unveränderter Mannschaft aufgelaufen, haben mit voller Kapelle gespielt. Da hat sich herauskristallisiert, dass die Vorbereitung für die Mannschaft eminent wichtig war, dass wir wieder eine defensive Stabilität gezeigt haben, die in der Zweiten Liga unabdingbar ist. Das stimmt uns sehr optimistisch für die Aufgaben, die wir vor der Brust haben.

Das neue Saisonziel

Die Ergebnisse der Vorbereitung waren für uns Fingerzeige, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Deswegen haben wir unser Ziel, eine sorgenfrei Saison zu spielen, geändert. Wir wollen eine bessere Rückrunde spielen als die Hinrunde. Das bedeutet auch zwangsläufig, mehr Punkte zu holen.

Weitere Neuzugänge

Tatsache ist, dass Aytac Sulu mit seinem Weggang eine Lücke in der Abwehr hinterlassen hat. Wir sind gefordert, die Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen. Es wäre aber fahrlässig, mit nur zwei gelernten Innenverteidigern in die restlichen 16 Spiele zu gehen. Da ist es notwendig, dass wir noch Innenverteidiger dazu holen. Auf der rechten Verteidigerposition mussten wir in der Hinrunde sehr oft wechseln, weil wir nicht immer ganz einverstanden waren mit den Leistungen. Deswegen wollen wir auf dieser Position aktiv werden. Wir sind in den Gesprächen ziemlich weit, ohne jetzt Namen zu nennen oder Wasserstände zu vermelden. Ich bin da sehr optimistisch, dass wir das in den nächsten Tagen hinbekommen, um für das erste Punktspiel eine oder zwei Alternativen mehr zu haben.

Kriterien für neue Spieler

Wir sind nicht der große Hai, aber auch nicht der kleinste Fisch im Becken. Die Spieler haben die Chance, in Darmstadt zu spielen. Hier gibt es einen fairen Konkurrenzkampf. Gerade Spieler, die anderswo nicht mehr so zum Zuge gekommen sind, können sich hier zeigen. Das versuchen wir den Spielern im Gespräch zu vermitteln. Wir wollen bereits im Vorfeld ein Gefühl bekommen, ob ein Spieler zu uns passt. Ein gewisses Feuer muss zu erkennen sein, dass sich die Spieler eine neue Herausforderung suchen, sich definitiv hier beweisen und alles geben wollen.

Eine mögliche offensivere Ausrichtung

Wir haben da im Training einiges ausprobiert, was Automatismen und Lösungsvorschläge für unser Offensivspiel angeht. Und wir hatten die eine oder andere Möglichkeit, vom System her etwas Neues auszuprobieren, weil Felix Platte, Terrence Boyd und Serdar Dursun alle zur Verfügung standen. Da konnten wir auch mal mit zwei klassischen, echten Stoßstürmern vorne drin spielen. Wobei ich sagen möchte, dass unser Grundsystem vom 4-2-3-1 beziehungsweise 4-1-4-1 im Spiel wechselnd zunächst die Grundoption sein wird.

Der Nachfolger von Sulu als Kapitän

Das werden sie am Dienstagabend sehen. Es wird derjenige sein, der vorneweg läuft und den Stofffetzen am Arm trägt. Es gibt mehrere Kandidaten. Wir werden da in den nächsten Tagen eine Entscheidung treffen, gemeinsam mit der Mannschaft, gemeinsam mit den Spielern, um einen würdigen Nachfolger für Aytac Sulu zu finden. (Auf Nachfrage, ob das Trainerteam letztlich entscheidet oder gewählt wird:) Das wird eine demokratische Diktatur geben!

Bildquellen

  • Neujahrsempfang: Stephan Köhnlein/lilienblog
Stephan Köhnlein

Stephan Köhnlein

Wahl-Heiner seit 1998, Text-Journalist für diverse Medien

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