Nach der 1:2-Heimniederlage gegen Heidenheim spricht Innenverteidiger Marcel Franke offen vom Abstiegskampf.

Eigentlich war das Ziel, eine sorgenfreie Saison zu spielen. In der Winterpause wurde ausgegeben, im zweiten Saisonteil besser zu spielen als im ersten. Doch zuletzt gab es zwei Niederlagen. Und die Konkurrenz holt auf. Vizekapitän Franke redete am Montag Klartext.

Frage: Solltet Ihr gegen Sandhausen verlieren, seid Ihr im Abstiegskampf angekommen. Spürt Ihr Druck? Oder ist der immer da?

Marcel Franke: Ich glaube, nicht erst, wenn wir gegen Sandhausen verlieren, sind wir im Abstiegskampf. Wir sind alle so realistisch, dass wir jetzt schon im Abstiegskampf sind. Wir wissen auch, dass wir gegen Sandhausen gewinnen müssen, dass wir gewinnen wollen. Im Endeffekt sind es noch 13 Spiele. Auch wenn Du das Spiel gegen Sandhausen gewinnst, bist Du noch nicht raus aus dem Abstiegskampf. Deswegen: Wir wissen um die Bedeutung. Wir wissen, dass es ein schweres Spiel wird. Da wird es weniger um schönen Fußball gehen.

Frage: Was gibt Hoffnung?

Marcel Franke: Was man in den letzten Spielen immer gesehen hat, war, dass die Moral gestimmt hat. Auch wenn es 0:2 oder wie in Duisburg 0:3 stand, sind wir trotzdem zurückgekommen, haben als Mannschaft gefightet und uns noch mal rangekämpft. Das müssen wir in Sandhausen von der ersten Minute auf den Platz kriegen. Aber wir wissen, dass das nicht nur mit 90 Prozent geht. Wir müssen alles raushauen, damit wir dort etwas Zählbares mitnehmen. Das wäre natürlich brutal wichtig, wenn man auf die Tabelle guckt.

Frage: Wurde das Thema Abstiegskampf auch intern so offen angesprochen?

Marcel Franke: Wir brauchen nicht darüber reden, wie die Tabelle aussieht. Das kann ja jeder sehen. Klar ist noch der Abstand da. Aber wir sehen ja, wie Teams wie Magdeburg oder Ingolstadt spielen. Wir brauchen nicht erst in vier Wochen aufwachen, wenn wir wirklich drinstecken. Wir wissen, um was es geht. Deswegen sind die nächsten Spiele wichtig. Wenn wir gegen Sandhausen gewinnen, können wir einen großen Schritt machen und die auf Abstand halten. Aber trotzdem: Es wird ein schweres Spiel!

(aufgezeichnet in der Medienrunde nach dem Montagstraining)

Bildquellen

  • D98-FCH-2018-19-004: Arthur Schönbein

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