Von Personal, über Stimmung bis Tabelle – die wichtigsten Infos von Lilien-Trainer Dimitrios Grammozis zum Magdeburg-Spiel am Samstag.

Personal:

Marvin Mehlem plagt sich weiter mit einer Grippe. Nachdem er bereits das Spiel in Fürth verpasst hatte, ist auch sein Einsatz in Magdeburg nicht sicher. Auf jeden Fall fehlen werden Yannick Stark (Gelbsperre) und Marcel Franke, dem der in Fürth erlittene Bluterguss operativ entfernt werden musste. Für Mehlem kommen vor allem Joevin Jones oder Johannes Wurtz als Ersatz infrage. Auf der Stark-Position hat Christoph Moritz wohl die Nase vorn, auch wenn Grammozis Wilson Kamavuaka gute Trainingsleistungen bescheinigte und Tim Rieder ebenfalls diese Position spielen kann. In der Innenverteidigung werden Mathias Wittek und Immanuel Höhn stehen. Felix Platte (Muskelverletzung) absolviert inzwischen wieder erste Einheiten auf dem Platz. Slobodan Medojevic befindet sich noch in der Reha. Zu den anderen Verletzten gab es keine neuen Informationen.

Tabellensituation:

Grammozis rechnet mit einem intensiven Spiel in Magdeburg. Der Gegner habe mit dem Sieg beim Hamburger SV nochmals „Blut geleckt“. Im Falle eines Sieges gegen die Lilien würde Magdeburg bis auf drei Punkte an die Lilien heranrücken. Er habe so eine Konstellation erwartet. „Wir haben immer gesagt, dass unsere Punktezahl nicht reicht“, sagte der Lilien-Trainer. „Jetzt müssen wir einfach unsere Punkte weiter holen. Wir haben es selbst in der Hand“, sagte er. Mit Blick auf den Klassenerhalt demonstrierte er Zuversicht: Genug Qualität und die richtige Mentalität für diese Situation seien in seiner Mannschaft vorhanden.

Taktik und Gegner:

Gegen Fürth habe seiner Mannschaft „die letzte Schärfe, die letzte Konsequenz in den Abschlüssen gefehlt„. Das müsse sein Team gegen Magdeburg besser machen. „Wir können uns auf einen Gegner einstellen, der sehr aggressiv verteidigen wird und versuchen wird, uns gerade in den ersten Minuten mit der Kulisse im Rücken den Schneid abzukaufen“, sagte Grammozis. Magdeburg habe nach dem Sieg in Hamburg zwar Selbstvertrauen. Seine Mannschaft aber auch. „Wir freuen uns auf das Spiel!“

Stimmung im Hexenkessel:

Die hitzige Atmosphäre im Magdeburger Stadion sieht Grammozis vor allem als Ansporn. „Ich bin der Meinung – und das haben unsere Jungs auch signalisiert -, dass man genau für solche Spiele Fußballer geworden ist. Ich glaube, dass die Jungs vor einer vollen Kulisse spielen wollen, vor einer Kulisse, die auch negativ gegen uns eingestellt ist und versucht, uns aus dem Tritt zu bringen, uns immer wieder verbal attackiert. Das muss uns eigentlich Spaß machen, da unseren Mann zu stehen.“

Verständigung bei hohem Lärmpegel:

Die Mannschaft sei gut vorbereitet, vieles vorab geklärt. Im Stadion selbst müsse man dann kreativ sein, um sich zu verständigen. Da wären zunächst mal die Zettel, auf denen Anweisungen stehen. Diese bergen aber auch Gefahren: „Hoffentlich verlieren wir den dann nicht, und der gegnerische Co-Trainer hebt ihn auf“, sagte Grammozis grinsend in Anspielung auf einen solchen Vorfall kürzlich beim Spiel zwischen dem Hamburger SV und der SpVgg Greuther Fürth. Ansonsten müsse man Spielunterbrechungen und die Halbzeitpause nutzen, um auf die Spieler einzuwirken. Grundsätzlich gebe es aber während des Spiels immer nur sehr begrenzte Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen.

 

Bildquellen

  • FCM-D98-003: Arthur Schönbein

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