Mit Vorfreude und Selbstbewusstsein reisen die Lilien zum Tabellenführer 1. FC Köln. „Natürlich fahren wir nach Köln mit dem Denken, da auch etwas mitzunehmen“, sagte Trainer Dimitrios Grammozis am Mittwoch.

Die verheerende Bilanz gegen die Rheinländer (neun Niederlagen, zwei Unentschieden, kein Sieg) nahm er mit Humor: „Dann habe ich ja nichts zu verlieren“, sagte er lachend. „Aber wir wissen schon, dass das eine Herausforderung ist.“

Abstieg mit Köln

Grammozis war als Spieler selbst in der Saison 2005/06 am Ball, bestritt 20 Partien für die Geißbock-Elf. Unter sportlichen Gesichtspunkten habe er keine guten Erinnerungen an das Jahr, weil die Mannschaft damals abstieg. Trotzdem: Köln sei ein toller Verein in einer fußballverrückten Stadt. „Von daher freue ich mich, dahin wieder zurückzukommen. Aber ich freue mich auch, dass so viele Fans von uns mitfahren.“

Dass Kölns Coach Markus Anfang zuletzt in die Kritik geraten ist, kann er nicht verstehen. Köln spiele eine herausragende Saison in einer schwierigen Liga und stehe souverän an der Spitze. „Dann ist es schon manchmal eigenartig, wenn trotz dieser sehr, sehr guten Leistung der Mannschaft und des Trainerteams die eine oder andere Unruhe aufkommt.“ Aber in Köln sei das ganz normal. „Der Verein ist einfach so gepolt“, sagte Grammozis

Kein FC-Fan als Kind

Als Kind sei er manchmal von seiner Heimatstadt Wuppertal nach Köln gefahren, um sich ein Spiel im alten Müngersdorfer Stadion anzusehen. Den Drang, FC-Fan zu sein, habe er nicht gehabt. Von welchem Verein er als Kind Fan war, wollte er jedoch nicht verraten. Grundsätzlich sei es eine tolle Erfahrung, dort Spiele zu erleben. „Die Atmosphäre ist sensationell“, sagte er. Das wolle die Mannschaft aufsaugen.

„Ich nehme auf jeden Fall meine Fußballschuhe mit. Wenn ein Spieler nicht will, bin ich auf jeden Fall bereit. Das sagt doch alles aus, wie groß die Vorfreude ist“, sagte er lachend.

Erst Klassenerhalt, dann Kaderplanung

Mit Blick auf den noch nicht gesicherten Klassenerhalt sagte er: „Rechnerisch sind wir noch nicht durch. Natürlich haben wir gute Karten. Aber wir haben diesen letzten Schritt noch nicht gemacht. Den wollen wir jetzt in Köln tun, um dann im Bus zu sitzen und zu sagen: Wir haben unser Ziel erreicht. Dafür werden wir alles reinhauen.“

Sobald die Mannschaft rechnerisch nicht mehr absteigen kann, wird der Verein laut Grammozis auch die nächsten Schritte bei der Kaderplanung einleiten. Dann soll auch über auslaufende Verträge wie bei Slobodan Medojevic entschieden werden.

 

 

Bildquellen

  • dimis_schuhe: Bild von Mohamed Nuzrath/Pixabay

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