Trotz Klassenerhalt: Eine umfassende Rotation beim Personal in den letzten drei Saisonspielen schließt Trainer Dimitrios Grammozis aus.„Ich bin grundsätzlich nicht so ein großer Freund von Experimenten“, sagte der Lilien-Coach am Freitag vor dem Heimspiel gegen den Tabellendritten Union Berlin (Sonntag, 13.30 Uhr).

Man dürfe nicht vergessen, dass es auch noch um Fernsehgelder gehe.“ Zudem habe man eine Verantwortung gegenüber den eigenen Fans und den Vereinen, bei denen es noch um etwas gehe. „Dementsprechend behandeln wir das so wie immer. Die Jungs, die sich unter der Woche im Training anbieten, stehen auch wieder in der ersten Reihe.“

Kaderplanung: Nicht nur die „sogenannten Schwachstellen“ im Visier

Die Personal-Planung für die kommende Saison sei angelaufen – gerade mit Blick auf mögliche Vertragsverlängerungen. „Wir werden jetzt Gespräche mit den Jungs führen und in Verbindung mit Karsten Wehlmann eine Entscheidung treffen, was die entsprechenden Spieler angeht“, sagte Grammozis. Wenn es etwas zu vermelden gebe, werde man das tun.

Mit Blick auf mögliche Neuzugänge sagte Grammozis: „Wir schauen natürlich, wo wir uns verbessern können. Das betrifft nicht nur unsere sogenannten Schwachstellen.“ Mit diesem Thema sei man mit Wehlmann und der Scouting-Abteilung jeden Tag beschäftigt.

Innenverteidiger gesucht

Angesprochen auf die „sogenannten Schwachstellen“ nannte Grammozis die Innenverteidigung, wo neben dem weiter verletzten Marcel Franke (weiter Probleme mit dem Bluterguss aus dem Fürth-Spiel) nur noch Immanuel Höhn und Mathias Wittek als gelernte zentrale Abwehrspieler zur Verfügung stehen. „Das ist natürlich eine Position, die für uns interessant ist.“

Darüber hinaus gebe es „noch zwei, drei Positionen“, die er nicht näher ausführte. Insgesamt suche man primär nach guten Spielern, nicht nach Positionen. Viele Spieler seien ohnehin auf zwei oder drei Positionen einsetzbar. „Da wollen wir uns flexibler aufstellen.“

Vorfreude auf Erich Berko

Bei der Suche nach neuem Personal hat ein weiterer Angreifer für Grammozis nicht oberste Priorität. Dabei stehen in Serdar Dursun und dem oft verletzten Felix Platte nur zwei gelernte Stürmer im Kader. „Wenn man ein flaches 4-4-2-System mit zwei Stürmern spielen will, ist es zu wenig“, erklärt er. „Aber wir spielen ja schon mit einem Stoßstürmer und einem, der so ein bisschen drumherum spielt – von daher gibt es da viele Optionen.“

Zudem dürfe man Erich Berko nicht vergessen. Der Offensivspieler von Ligakonkurrent Dynamo Dresden wurde im Winter noch unter Grammozis‘ Vorgänger Dirk Schuster verpflichtet, erhielt jedoch keine Freigabe für einen sofortigen Wechsel. Zuletzt präsentierte sich der 24 Jahre alte, frühere Juniorennationalspieler in glänzender Verfassung, erzielte vier Tore in sechs Spielen und bereitete einen weiteren Treffer vor.

„Klar hätte ich den auch geholt“, sagte Grammozis lachend. „Er hat die letzte Zeit unter Beweis gestellt, dass er eine tolle Qualität hat. Ich freue mich riesig auf den Jungen und hoffe, dass er den Wind der vergangenen Wochen mitnimmt.“

Bildquellen

  • KOE-D98-017: Arthur Schönbein

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