Er gehört zu den großen Gewinnern unter dem neuen Trainer Dimitrios Grammozis. Unter der Woche hatte Yannick Stark noch erklärt, er wolle noch unbedingt ein Tor in der Saison spielen. Und auch sein Trainer hatte ihn in die Pflicht genommen, gefordert, dass er noch öfter in die richtige Schussposition komme. Gegen Union Berlin war es dann so weit. Aber auch sonst bot Stark eine großartige Leistung, war neben Keeper Daniel Heuer Fernandes Garant für den 2:1-Sieg.

„Da hat sich der Weg in die Box gelohnt“

Es war die 49. Minute. Tobias Kempe erobert auf dem rechten Flügel den Ball, steckt durch auf Marcel Heller. Der zündet den Turbo und spielt den Ball von der Torauslinie in den Rücken der Abwehr. Von dort kommt Stark angerauscht und hämmert den Ball aus rund zehn Metern ins Tor.

„Ich lauere oft auf die Situationen, dass da was in den Rückraum durchflutscht“, sagt der Torschütze danach. Doch meistens kämen die Bälle auf Serdar Dursun am ersten Pfosten. „Ich habe Marcel gesagt, wenn er mal einen Assist haben will, soll er den Ball in den Rückraum legen. Das hat er jetzt endlich mal gemacht“, sagt er lachend. „Das war für mich dann nicht mehr schwer. Die Vorarbeit war echt gut. Da sich mein Weg in die Box gelohnt.“

„Es ist schön, Verantwortung zu übernehmen“

Aber auch am 2:0 war Stark maßgeblich beteiligt. Nachdem der etatmäßige Freistoßschütze Kempe bereits ausgewechselt worden war, schlug er den Freistoß auf den Kopf von Mathias Wittek. „Das war ein super Ball von Yannick, da musste ich nur noch den Kopf hinhalten“, sagt Wittek. Der Vorbereiter gibt sich dagegen bescheiden. „Es ist schön, Verantwortung zu übernehmen. Wenn dann auch noch ein Tor daraus wird, ist es umso schöner“, sagt Stark.

Dass die Lilien nach Kiel, Hamburg und Köln nun auch das vierte Spitzenteam besiegt haben, freut Stark.“Es macht Spaß, sich mit den besten Mannschaften der Liga zu messen.“

„Vielleicht liegt ihm diese Art von Fußball“

Ob er bei den Lilien gerade seine beste Phase seit seiner Rückkehr im Winter 2015 erlebe? „Das kann man so sagen. Ich habe mein Spiel im Moment ganz gut gefunden“, sagt Stark. Er habe Selbstvertrauen, spüre die Rückendeckung des Trainerteams. „Als Mannschaft agieren wir gut. Dann ist es auch immer leichter, selber gute Leistungen zu bringen.“

Yannick Stark, SV Darmstadt 98

Yannick Stark, Garant für den Sieg über Berlin

Grammozis ist voll des Lobes für den einzigen gebürtigen Darmstädter im Stammteam: „Yannick ist einer, der sehr hart im Training arbeitet. Er versucht sich täglich zu verbessern, ist ein sehr guter Junge. Er hat eine hohe Identifikation mit dem Verein. Von daher macht es sehr viel Spaß, mit ihm zusammenzuarbeiten.“ Die Gründe für den Aufschwung Starks? „Vielleicht liegt ihm diese Art von Fußball, die wir spielen“, sagt Grammozis.

 

Bildquellen

  • yannick-D98-FCU-2: Arthur Schönbein
  • yannick-D98-FCU-1: Arthur Schönbein
Stephan Köhnlein

Stephan Köhnlein

Wahl-Heiner seit 1998, Text-Journalist für diverse Medien

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