Letztes Spiel, große Emotionen – nach sechs Jahren bei den Lilien hat sich Sandro Sirigu verabschiedet.

Nach dem Spiel erzählte er von weichen Knien, Feiern ohne Multivitaminsaft und verriet, wer sein letztes Lilien-Trikot bekommt.

Sandro, wie emotional war das heute?

Sandro Sirigu: Sehr, also ich muss wirklich sagen: Ich hab’s mir nicht so schlimm vorgestellt, auch auf der Bank. Ich war total aufgeregt, wahrscheinlich, weil ich auch keine Sekunde geschlafen habe. Aber trotzdem: Es war wundervoll. Das waren wirklich schöne letzte Momente mit den Fans und mit meinen Jungs auf dem Spielfeld. Da bin ich wirklich stolz drauf, ein Teil der Geschichte hier zu sein.

Du hast vorher gesagt, Du weiß gar nicht, wie Du spielen sollst vor lauter Tränen in den Augen

Sandro Sirigu: Ich muss wirklich sagen, ich hatte weiche Knie. So aufgeregt war ich nicht mehr seit meinem ersten Bundesliga-Spiel gegen Bayern München. Das war schon krass.

Sandro Sirigu, SV Darmstadt 98

Emotionaler Abschied – Sandro Sirigu, SV Darmstadt 98

In Sirigus DNA: Du musst kämpfen – und kräftig feiern können

Mit welchem Gefühl verlässt Du das Stadion?

Sandro Sirigu: Auf jeden Fall mit einem positiven. Ich glaube, was wir hier alle in den letzten sechs Jahren erlebt haben, das war unbeschreiblich. Dieses Gefühl „Du musst kämpfen, es ist noch nichts verloren“ bleibt in meiner DNA, das ist zu meiner Lebensweisheit geworden. Danach werde ich mich weiter richten.

Und jetzt kräftig feiern?

Sandro Sirigu: Was ist denn das für eine Frage? (lacht) Das ist auch eine Sache, die in meiner DNA ist, seit ich in Darmstadt bin, dass wir kräftig feiern können und auch mal ein, zwei Bier über den Durst trinken können. Das habe ich hier auch gelernt.

Der Trainer hat gesagt, er würde einen Multivitaminsaft ausgeben …

Sandro Sirigu: Den kann er alleine trinken (lacht). Ich glaube, meine Jungs und ich trinken keinen Multivitaminsaft. Vielleicht mit was anderem gemixt. Es wird auf jeden Fall noch eine schöne Nacht.

Letztes Lilien-Trikot für den Papa

Hat sich etwas getan, wie es weitergeht?

Sandro Sirigu: Nein, überhaupt nicht. Ich bin da noch völlig im Ahnungslosen. Ich gehe jetzt erstmal in den Urlaub und hoffe, da kommen noch ein paar Angebote. Vielleicht kann ich ja dann auch noch mal hier in dem neuen Stadion spielen. Als ich vor sechs Jahren gekommen bin, hat der (Trainer Dirk) Schuster gesagt: Nächstes Jahr fangen sie an zu bauen. Ist leider nicht passiert. Darum war es immer ein Traum im neuen Stadion zu spielen.

Was ist mit dem letzten Trikot passiert? Verschenkt oder behalten?

Sandro Sirigu: Mein letztes Trikot habe ich meinem Papa gegeben. Der ist da ein bisschen … naja … meine Mama regt sich immer so ein bisschen auf, weil er in seinem Geschäft (eine Versicherungsagentur) überall Trikots von mir hängen hat. Das letzte Trikot ist auf jeden Fall noch mal etwas Besonderes.

 

 

Bildquellen

  • D98-AUE-2018-19-006: Arthur Schönbein
  • D98-AUE-2018-19-005: Arthur Schönbein

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