Zu seinem Tor konnte Tim Skarke nicht viel sagen. „Es ging viel zu schnell. Plötzlich war der Ball bei mir, dann köpfe ich ihn rein und wir feiern mit den Fans“, sagte der 22 Jahre alte Flügelspieler.

Zur zweiten Halbzeit war er für Fabian Schneelhardt im Spiel beim Hamburger SV eingewechselt worden. Keine 20 Sekunden waren gespielt, da legte er an der Strafraumkante für Serdar Dursun ab. Dessen Schuss wehrte Ex-Lilien-Keeper Daniel Heuer Fernandes nach vorne ab. Skarke bewies den richtigen Riecher und staubte per Kopfball zur Führung ab.

Später Ausgleich trübt die Freude

So richtig freuen konnte er sich über sein erstes Tor im ersten Pflichtspiel für den neuen Arbeitgeber aber am Ende nicht. „Bei mir persönlich überwiegt noch die Enttäuschung über den späten Ausgleich gegenüber meinem Treffer. Wir hätten es verdient gehabt, hier heute zu gewinnen.“

Angesichts der zweiten Halbzeit hatte Skarke da womöglich recht. In der ersten Halbzeit dominierte der Hamburger SV aber klar und ließ mehrere gute Chancen liegen. Die ersten 45 Minuten war auch ein Grund für Skarkes Einwechslung.

Lob vom Trainer

„Mit Tim Skarke haben wir noch mal versucht, mit Geschwindigkeit über die Flügel zu kommen“, erklärte Lilien-Coach Dimitrios Grammozis. „Das ist uns natürlich gleich super gelungen und es freut mich für Tim, da er in der Vorbereitung gut gearbeitet hat.“

Der Transfer Skarkes hatte tatsächlich für das eine oder andere Stirnrunzeln in Darmstadt gesorgt. Skarke, der aus der Jugend der 1. FC Heidenheim hervorging und sogar ein U21-Länderspiel bestritt, hatte dort zuletzt nicht mehr zum Stamm gehört und vergangene Saison nur noch 13 Liga-Spiele bestritten, wobei ihm kein Treffer gelungen war.



„Noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung“

Doch in Darmstadt glaubte man an ihn. „Mit seinen 22 Jahren ist Tim Skarke noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen, bringt für sein Alter aber auch schon einiges an Zweitliga-Erfahrung mit“, begründete Carsten Wehlmann, Sportlicher Leiter der Lilien, die Verpflichtung.

Zuvor hatten die Lilien-Verantwortlichen auch mit Innenverteidiger Mathias Wittek gesprochen, der mit Skarke lange in Heidenheim zusammengespielt hatte. „Er hat besondere Stärken – und wenn er die abrufen kann, hilft er jeder Mannschaft in der Zweiten Liga“, lobte ihn sein Mitspieler. Und während Wittek gegen den Hamburger SV 90 Minuten auf der Bank saß, stellte Skarke diese Stärken eindrücklich unter Beweis.

Bildquellen

  • 27-Skarke-Tim: Arthur Schönbein

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