Dass Florian Kohfeldt auch in der kommenden Saison den SV Darmstadt 98 trainiert, ist noch nicht besiegelt. Es habe mit dem Verein zwar sehr gute und wertschätzende Gespräche gegeben, sagte er nach dem 1:2 gegen den Karlsruher SC. „Ich kann jetzt hier nichts verkünden, weil es noch nichts zu verkünden gibt. Aber ich glaube, die Tendenz ist sehr klar.“ Es werde in den kommenden Tagen nochmals Gespräche geben.
Auch wenn sich der 43-Jährige nicht über die Dauer seines Vertrages äußerte, ließ er zumindest durchblicken, dass eine Zusammenarbeit über die Saison nicht von Anfang an sicher gewesen sei. „Es bedurfte Gespräche, die von Vereinsseite auch extrem wertschätzend waren und sehr früh gesucht wurden, wo ich dann gesagt habe: Lasst mich die Dinge für mich prüfen.“
Was Kohfeldt sich von einer weiteren Zusammenarbeit erhofft, hatte er bereits nach dem Fürth-Spiel gesagt (->). Nach dem KSC-Spiel bekräftigte er, man sollte als Trainer nur an einem Ort bleiben, wenn man das Gefühl habe, „dass man weiter seine Stärken einbringen kann und dass man weiter auch bedingungslos diesen Weg mit ganz viel Energie gehen will“. Er habe das für sich überprüft und müsse sagen: „Ich habe diese Energie.“
Suche auf die Balance von Lockerheit und Angespanntheit
Mit Blick auf die Zukunft des Vereins erklärte Kohfeldt, man müsse in der Sommerpause auf Ursachsensuche für die mittlerweile sieben Spiele ohne Sieg gehen. „Wir haben mit Sicherheit zur falschen Phase der Saison zu viele Punkte liegenlassen“, sagte er. Denn bis zum Spätwinter hatten die Lilien in der Spitzengruppe mitgespielt und waren von vielen Experten schon als Aufsteiger ausgerufen worden.
Ein Grund für den Einbruch seien die vielen Ausfälle. Gegen Karlsruhe waren es sieben Spieler, die dem Coach nicht zur Verfügung standen (Fraser Hornby, Fabian Nürnberger, Luca Marseiler, Matthias Bader, der gesperrte Patric Pfeiffer sowie Matej Maglica, der sich im Abschlusstraining den Knöchel verstaucht hat und Sergio Lopez, der mit Rückenproblemen als letzte Notlösung nur auf der Bank saß.
Aber auch im mentalen Bereich sieht der Coach mögliche Baustellen. „Vielleicht müssen wir uns aber auch darüber unterhalten, mit welcher Lockerheit oder Angespanntheit man mit solchen Situationen umgeht – als Mannschaft, in einem Verein und auch als Trainerteam“, sagte Kohfeldt.
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Bildquellen
- SVD-elv-2025-26-blog-0077a: Arthur Schönbein





Das heisst, er bleibt, wenn er nichts besseres findet..
So wie ich es verstehe kann es einen Abgang geben. Aber er würde wohl gerne bleiben.
Meiner Meinung nach wird er nur bleiben, wenn ihm das Spielermaterial passt