Ein Abendspiel vor stimmungsvoller Kulisse – die Lilien freuen sich auf Ihr Gastspiel beim VfL Osnabrück am Montag (20.30 Uhr). Bei der Pressekonferenz am Samstag lobte Trainer Dimitrios Grammozis den Aufsteiger und dessen Publikum und erklärte, dass es ihm eigentlich egal ist, ob seine Mannschaft mehr Ballbesitz hat als der Gegner.

Support

300 Tickets sind bislang an Lilien-Fans verkauft, der Verein rechnet mit etwa 400 mitgereisten Anhängern beim VfL Osnabrück. Es gibt noch Sitz- und Stehplätze an der Tageskasse, wie Vereinssprecher Jan Bergholz am Samstag sagte.

Gegner

„Osnabrück hat letztes Jahr den Aufstieg mit einer gewissen Dominanz geschafft“, sagte Grammozis. Sie „haben das weitergeführt, sind sehr schnell in der Zweiten Liga angekommen und haben das auch im Pokalspiel einen sehr großen Fight geliefert und mit der tollen Kulisse im Rücken RB Leipzig alles abverlangt. Wir werden uns auf einen Gegner einstellen müssen, der die Sache sehr aggressiv angeht und versucht, auch die Zuschauer mitzunehmen. Es ist ein Abendspiel, Flutlichtatmosphäre – wir freuen uns sehr auf dieses Spiel. (…) Ich war bislang nur als Zuschauer da, habe leider nie die Gelegenheit gehabt, dort selbst zu spielen. Man bekommt schon mit, dass die Fans dort sehr euphorisch sind und die Mannschaft lautstark unterstützen.“

Trainer

Mit Trainer Daniel Thioune habe er während dessen Zeit als Nachwuchstrainer (und seiner eigenen) ab und zu telefoniert, um sich über Spieler auszutauschen, sagte Grammozis. „Aus der Ferne betrachtet kann man sagen, dass er dort sehr gute Arbeit leistet. Man sieht ganz klar die Handschrift.“

 

Personal

Torhüter Marcel Schuhen (Armbruch), Felix Platte und Mathias Honsak (beide Muskelfaserriss) fallen weiter aus, ebenso Braydon Manu (Kapselriss am Knie), Tobias Kempe hat seinen Magen-Darm-Infekt überwunden. Bei Erich Berko (Muskelfaserriss) sei eine Prognose schwierig, sagte Grammozis. „Ich denke, er wird noch etwas brauchen, um die richtige Spielfitness zu bekommen. Wir werden ihn Schritt für Schritt aufbauen.“

Ballbesitz

„Man sollte sich von dem Gedanken lösen, mehr Ballbesitz bedeutet, dass ich dominant bin. Und wenn ich den Ball nicht habe, dass ich dann nicht dominant bin. Dominanz im Spiel läuft nicht immer nur über Ballbesitz. Osnabrück ist keine Mannschaft, die zu Hause lange abwarten wird. Sie haben bislang versucht, relativ früh zu stören und den Gegner unter Druck zu setzen, um die Kulisse auch mitzunehmen. Mir ist es egal, ob der Gegner mehr Ballbesitz hat als wir. Natürlich wollen wir mit Ballbesitz versuchen, Lösungen zu erspielen und den Ball nicht nur nach vorne zu hauen. Der Fokus lag bislang darauf, die Gegentore zu minimieren. Jetzt gilt es, diese Basis beizubehalten und fußballerische Lösungen zu finden. Dann bin ich zu 100 Prozent davon überzeugt, dass wir auch unsere Torchancen bekommen werden.“

Abendspiel

Das Montagabendspiel beim VfL Osnabrück ist das bislang späteste Spiel in Grammozis‘ Amtszeit bei den Lilien. Doch irgendwie werde man die Zeit schon rumbekommen, sagt der Coach schmunzelnd. „Die Jungs sind gute Backgammon-Spieler. Damit wird der eine oder andere die Zeit verbringen. Am Spieltag will man ja am Spieltag so schnell wie möglich ins Stadion, gar nicht warmmachen, nur umziehen und raus. Wir trainieren vormittags noch mal. Der eine oder andere ist vielleicht auch froh, dass er mal ein längeres Mittagsschläfchen machen kann.“

Bildquellen

  • Wir-sind-die-heiner-02-blog: Arthur Schönbein
  • HSV-SVD-Lilienblog-2019-20-005: Arthur Schönbein

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