In einer Liga, in der jeder jeden schlagen kann, ist eine Niederlage keine Schande. Doch wie die Lilien gegen Aufsteiger VfL Osnabrück verloren haben, ist bedenklich.

Vordergründig lässt sich das am deutlichen und auch in dieser Höhe verdienten Ergebnis von 0:4 festmachen. Doch die Probleme liegen tiefer, betreffen alle Mannschaftsteile und auch die Einstellung.

Gerade eine Torchance durch einen Kopfball nach einem Standard hatten die Lilien. Ansonsten waren sie vor dem gegnerischen Tor harmlos – sowohl im ersten Durchgang mit Wandstürmer Dursun, als auch im zweiten Durchgang mit der schnellen und wendigen Offensivformation Mehlem-Skarke-Heller.

Im Mittelfeld bekam die Grammozis-Elf keinen Zugriff auf das Spiel, spielte gegen einen engagierten Neuling überwiegend ideenlos.

Und die Defensive, die in den ersten beiden Liga-Spielen so sicher gestanden hatte, war wackelig und agierte bei den Gegentoren gleich mehrfach fehlerhaft.

Insgesamt war es ein erschreckend blutleerer Auftritt der Lilien, bei dem keine klare taktische Linie zu erkennen war. Trainer Grammozis sprach danach zu Recht von „kollektivem Versagen“. Dass seine Mannschaft zu keinem Zeitpunkt ins Spiel gekommen sei, könne er sich nicht erklären. Doch genau da muss der Trainer mit seiner Analyse jetzt ansetzen.

Erinnerungen an die beiden vergangenen Jahre werden wach. Rutscht die Mannschaft nach gutem Start wieder ab? Oder gelingt schon im Heimspiel am Freitag gegen Dynamo Dresden die Wiedergutmachung? Ein Selbstläufer ist die Partie gegen die Sachsen jedenfalls nicht in einer Liga, in der jeder jeden schlagen kann.

 

 

Bildquellen

  • Wir-sind-die-heiner-02-blog: Arthur Schönbein
  • OSN-SVD-2019-20-blog-0011: Arthur Schönbein

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