Die sieben Spiele ohne Sieg sind für Erich Berko keine Frage der Mentalität. Niemand habe sich hängen lassen. Trotzdem sei die Situation bedenklich: „Wir können alle die Tabelle lesen“, sagt der Offensivspieler im zweiten Teil des vom Lilienblog dokumentierten Gesprächs. Im ersten Teil des Gesprächs hatte Berko das Testspiel gegen Homburg und seine eigene sportliche Situation Revue passieren lassen.

Erich, als wir uns in der letzten Länderspielpause hier unterhalten haben, hast Du gesagt, die Liga sei sehr ausgeglichen und man müsse aufpassen, da keinen Anti-Lauf zu bekommen. Ist das jetzt der befürchtete Anti-Lauf?

Erich Berko: Ich denke, wir können alle die Tabelle lesen. Wir wissen, dass wir unbedingt mal einen Befreiungsschlag brauchen. Da werden wir alles dransetzen.

Jetzt ist Länderspielpause. Kam die  zur rechten Zeit? Oder hättet Ihr lieber weitergespielt?

Erich Berko: Die letzten Liga-Spiele von den Jungs waren gut. Es hat halt die Belohnung gefehlt. Klar tut eine Pause gut, um sich zu fokussieren. Aber für mich ist das schwierig zu bewerten, weil ich nicht so viel Anteil hatte. Und über andere zu sprechen ist nicht so mein Ding.

Aber angesichts der aktuellen Situation stellt sich schon die berühmte M-Frage …

Erich Berko: Die Mentalitäts-Frage?

Genau. Marco Reus kann die Frage ja nicht mehr hören

Erich Berko: Mentalität ist so ein Begriff, der im Fußball mittlerweile für jede Phase gewählt wird. Ich tue mich schwer damit. Wenn man die letzten Liga-Spiele gesehen hat, kann man die Frage nicht stellen. Gegen Bochum ist die Mannschaft zum Beispiel wieder zurückgekommen und hätte noch gewinnen können. Auch im letzten Heimspiel hat sich die Mannschaft ja nicht aufgegeben, sondern es bis zuletzt versucht. Man zerrt ja an dem Dreier.

Aber die Effizienz kann man nicht wirklich trainieren …

Erich Berko: Jein. Man kann sich ein Stück Selbstvertrauen holen über das Training. Aber was dann am Spieltag passiert, ist etwas anderes. Uns ist allen klar, dass wir daran arbeiten müssen.

 

 

Bildquellen

  • 40-Berko-Erich: Arthur Schönbein

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