Eine der besten Defensiven der Liga und eine der schwächsten Offensiven – das haben die Lilien und der kommende Gegner SpVgg Greuther Fürth gemeinsam, wie ein Blick auf die Tabelle zeigt. Trotzdem ist Trainer Dimitrios Grammozis zuversichtlich, dass die Partie am Samstag (Anpfiff 13 Uhr) nicht torlos endet. „Meistens fallen in solchen Spielen dann die meisten Tore aus dem Nichts“, sagte der Lilien-Coach am Freitag schmunzelnd.

Fürth wolle sich mit Kombinationen nach vorne spielen und habe gute Spieler in der Offensive. Und auch sein Team stelle sich nicht nur hinten rein, sondern suche spielerische Lösungen. „Nur wollen wir versuchen, das noch mehr in Tore umzumünzen“, sagte Grammozis.

Grammozis moniert Defizite in der Offensive

Beim Pokal-Aus gegen Karlsruhe habe seine Mannschaft insgesamt eine gute Partie geboten und abgesehen vom Gegentor kurz vor Schluss auch in der Defensive gut gestanden. Dass die Lilien die viertbeste Abwehr der Liga hätten, sei auch ein Verdienst der Offensivspieler, die viel nach hinten arbeiteten.

Die Defizite in der Offensive redet der Coach aber nicht schön. Schon nach dem Spiel gegen den KSC hatte er bemängelt, dass die Mannschaft im letzten Drittel nicht genug Mut und Biss gezeigt hatte. Man wolle gegen Fürth die guten spielerischen Ansätze nach vorne „noch mehr in Tore ummünzen“, sagte er nun.

Eine besondere Rolle könnte Standardspezialist Tobias Kempe zukommen, der die letzten beiden Siegtore in der Liga mit Ecken vorbereitet hatte. Fürth hat dagegen als einziges Team der Liga noch kein Tor nach einer Ecke bekommen. „Klarer Auftrag an die Jungs: Die Fürther mit einem Standard schlagen“, sagte Grammozis augenzwinkernd. „Wir hätten nichts dagegen, wenn es so kommt. Aber nichtsdestotrotz würden wir uns auch freuen, wenn wieder ein Tor aus dem Spiel heraus fällt, denn die Jungs hätten es sich in den letzten Wochen verdient.“

Chance für Ozegovic gegen die SpVgg Greuther Fürth?

Möglicherweise bekommt in diesem Zusammenhang auch Neuzugang Ognjen Ozegovic wieder eine Chance. Der hatte nach seinem Wechsel zunächst einige Kurzeinsätze für die Lilien bestritten, saß zuletzt aber nur noch auf der Bank. „Was ihm im Moment vielleicht ein bisschen fehlt, ist die Bindung an die Art und Weise, wie wir Fußball spielen möchten“, sagte Grammozis. Das zeige sich beispielsweise an Laufwegen oder an seiner Defensivarbeit.

Allerdings sei der Serbe auf einem guten Weg, sagte der Trainer weiter. „Er arbeitet aber sehr gut im Training und will sich jetzt auch wieder eine Chance verdienen. Er ist auf jeden Fall eine Option für das Fürther Spiel.“

 

 

 

Bildquellen

  • SGF-D98-07: Arthur Schönbein

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