Wenn da mal alles mit rechten Dingen zugegangen ist … Über das annullierte Tor im Spiel der Lilien bei Hannover 96 nach Vorlage durch Schiedsrichter Martin Thomsen ist bereits ausführlich diskutiert worden. Aber es gab noch eine andere Situation, die in letzter Konsequenz vor einigen Jahren schon einmal für heftige Diskussionen gesorgt hatte. Lilienblog-Fotograf Arthur Schönbein hat sie dokumentiert.

Gegentor und Tor kaputt

Vor dem 0:1 wehrte Hannovers Kapitän Marvin Bakalorz den Ball von Marvin Mehlem zunächst kurz vor der Linie ab. Während sein Mitspieler Waldemar Anton den Ball zur Führung für die Lilien ins eigene Tor beförderte, hielt sich Bakalorz in der Rückwärtsbewegung am Tornetz fest. Unter dem Gewicht des gebürtigen Offenbachers riss das Netz. Es entstand ein Loch.

Loch im Netz

Ein Loch ist im Netz …

Erinnerungen an Kießlings Phantom-Tor

Beim zweiten Lilien-Tor war das Netz auch noch kaputt. Erinnerungen werden wach an das legendäre Phantom-Tor von Stefan Kießling vom 18. Oktober 2013 in der Partie zwischen der TSG Hoffenheim und Bayer Leverkusen – damals noch ohne Torlinien-Technik und Videoassistent.

Kießling hatte den Ball neben das Tor geköpft, von wo der Ball durch ein Loch ins Netz gelang. Die Werkself gewann 2:1. Kießling wurde nach eigener Aussage in der Zeit danach beschimpft, sogar bedroht, weil er Schiedsrichter Felix Brych nicht auf seinen Fehler aufmerksam gemacht hatte. Das DFB-Sportgericht entschied wenige Tage später, dass das Spiel nicht wiederholt werde.

Kempes Tor: Ohne Umweg ins Netz

Der Schuss von Tobias Kempe am Montagabend zum 2:1-Siegtreffer der Lilien ging zwar auch in die Ecke, wo sich das Loch befand. Er gelangte aber eindeutig von vorne und damit völlig regulär ins Netz. Ebenfalls eindeutig im Netz war der vermeintliche Ausgleichstreffer der Gastgeber durch Marc Stendera. Aber das ist wie gesagt eine andere Geschichte.

Hier nochmals das Kießling-Tor

 

Bildquellen

  • Loch-H96-SCD-01: Arthur Schönbein
  • Loch-H96-SCD-02: Arthur Schönbein

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