In der Schlussphase gegen Sandhausen stemmten sich die Lilien in Unterzahl gegen den Ausgleich, die Emotionen gingen hoch, auch bei Carsten Wehlmann. In der 88. Minute sah der Sportliche Leiter der Lilien die Gelbe Karte. „Es war eine Situation an der Außenlinie, in der der Schiedsrichter gepfiffen hat. Ich war der Meinung, dass es Foul war und war sehr verwundert, dass die Sandhäuser plötzlich Einwurf hatten“, sagte er danach. „Das war die Thematik, dass ich mich da doch ein bisschen aufgeregt habe. Es ist das erste Mal. Ich hoffe, es kommt nicht so oft vor. Insgesamt war ich relativ ruhig.“

Ob er dafür eine Strafe bezahlen müsse, wisse er nicht, sagte er schmunzelnd. Er kenne den Strafenkatalog nicht. „Aber wahrscheinlich müssen Offizielle das Doppelte bezahlen.“ Möglicherweise kann er sich dann auch mit Immanuel Höhn zusammentun, der die Gelb-Roten-Karte sah. „Ein Essen für die Mannschaft könnte schon drin sind“, sagte Wehlmann. Ob er die Getränkekosten übernimmt? „Das bespreche ich dann mit dem Höhni.“

Keine Erinnerungen an eine böse Schlappe

Wann er als Spieler die letzte Karte gesehen habe, fiel Wehlmann spontan nicht mehr ein. „Das ist schon ein bisschen länger her. Da müsst ihr doch recherchieren“, gab er den anwesenden Journalisten zum Auftrag.

Der Lilienblog hat es getan: Es war in der Zweitliga-Saison 2002/2003 im Spiel zwischen dem 1. FSV Mainz 05 und dem VfB Lübeck. Dass sich Wehlmann nicht mehr daran erinnert, kann auch etwas mit Verdrängung zu tun haben: Die Partie verloren die Lübecker mit Wehlmann im Tor 1:5. Dabei waren sie sogar mit 1:0 in Führung gegangen.

Doch nach einer Notbremse von Wehlmann an Michael Thurk gab es Elfmeter, den Andrij Woronin zum Ausgleich verwandelte. Wehlmann sah Gelb – und kassierte noch vier weitere Tore. Es war sein einziger Liga-Einsatz für Lübeck in dieser Saison. Im Mainzer Tor stand damals übrigens ein weiterer heutiger Lilien-Angestellter: Dimo Wache.

Bildquellen

  • D98-Wehlmann-002: Arthur Schönbein

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