Nach dem torlosen Unentschieden gegen den VfL Bochum waren Spieler und Trainer in Gedanken bei Immanuel Höhn. Der Innenverteidiger hatte sich im Abschlusstraining am Freitag den Außenknöchel gebrochen, soll kommende Woche operiert werden und fällt lange aus, wie der Verein am Samstag mitteilte.

Zur Vorbereitung auf das Spiel gegen den VfL Bochum hatte die Mannschaft am Freitag Standardsituationen trainiert. Es kam zu einem Zweikampf, ein Spieler fiel auf Höhn und der knickte um. „Das war ein absoluter Schreckmoment“, sagte Trainer Dimitrios Grammozis nach dem Bochum-Spiel. Höhn habe starke Schmerzen gehabt, der Fuß sei schnell dick geworden. „Da wussten wir schon, dass es etwas Schlimmeres ist.“

Es sei klar, dass das die Spieler auch zum Nachdenken bringe und Spuren hinterlasse, sagte der Coach weiter. „Der Höhni ist nicht nur als Spieler ein wichtiger Bestandteil, sondern auch als Persönlichkeit.“

„Da wird Fußball zur Nebensache“

„Erstmal geht es darum, ihm gute Besserung zu wünschen“, sagte Torhüter Marcel Schuhen. „Das war für uns gewissermaßen ein Schock.“ Auch er lobte Höhn als Spieler wie als überragenden Charakter. „Da wird Fußball zur Nebensache. Wir sind schon irgendwie eine Familie. Das hat richtig weh getan, als der Junge unter Tränen raus musste.“ Und auch Nicolai Rapp, der Höhn wie schon gegen Nürnberg gut vertrat, war in Gedanken bei seinem Mitspieler und wünschte seinem Mitspieler gute Besserung.

Auch von offizieller Seite gab es Genesungswünsche an den Spieler. So erklärte Lilien-Sportchef Carsten Wehlmann: „Die Verletzung ist für uns und insbesondere natürlich für Immanuel eine sehr bittere Nachricht. Wir wünschen ihm alles Gute für die Operation und werden ihn mit aller Kraft dabei unterstützen, so schnell wie möglich wieder auf dem Platz zu stehen.“

Vertrag läuft zum Saisonende aus

2016 kam Immanuel Höhn zu den Lilien. Nachdem er in den ersten Jahren keinen Stammplatz hatte und immer wieder auch als Rechtsverteidiger aushelfen musste, wurde er diese Saison zum Stammspieler in der Innenverteidigung. Beim 1:0 gegen Sandhausen hatte er zuletzt zunächst das Tor des Tages geschossen und war kurz danach mit Gelb-Rot vom Platz geflogen.

Der Vertrag des 28 Jahre alten, gebürtigen Mainzers läuft zum Saisonende aus. Auf dem Platz wird er sich wohl nicht mehr für eine Verlängerung empfehlen können. Denn eine Rückkehr noch in dieser Saison gilt derzeit als sehr unwahrscheinlich.

Bildquellen

  • SVD-SVS-2019-20-blog-021: Arthur Schönbein

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