Nicolai Rapp stand für den verletzten Immanuel Höhn in der Startformation gegen Bochum und bot eine starke Leistung. Nur kurzzeitig machte die Winterleihgabe von Union Berlin ein wenig Sorgen: In der 75. Minute bekam er den Ball eines Bochumers mit voller Wucht ins Gesicht, war vorübergehend benommen.

„Zunächst hat er gesagt, es geht. Dann hat er gesagt, dass seine Beine total labil sind und er nichts mehr sieht“, berichtete sein Trainer Dimitrios Grammozis und fügte grinsend an: „Dann hat er wieder was gesehen. Ich muss mal mit ihm sprechen, was er da gesehen hat. Aber wichtig ist, dass er uns Stabilität gegeben hat.“

„Da hat’s eingeschlagen“, beschrieb Keeper Marcel Schuhen die Szene. „Aber wenn meine Jungs die Bälle blocken, dann finde ich das erstmal super.“ Sorgen um Rapp habe er sich nicht gemacht. „Der ist ein Innenverteidiger. Die kriegen schon mal einen vor den Kopf. Deswegen sind sie Innenverteidiger.“

Nach dem Spiel stand der 23 Jahre alte Rapp dann auch wieder sicher und mit klarem Blick vor den Journalisten in der Mixed Zone Rede und Antwort.

Nicolai, wichtigste Frage: Wie geht’s dem Kopf?

Nicolai Rapp: Besser. Ich glaube, ich habe jetzt erstmal zwei Tage Kopfweh. Aber dann sollte wieder alles gut sein. Ich war kurz ausgeknockt, und die Beine haben etwas gewackelt.

Warst Du denn richtig weg?

Nicolai Rapp: Das weiß ich nicht. (lacht). Das Ergebnis wusste ich aber noch.

Es sah ja fast so aus, als müsstest Du vom Platz, Patric Pfeiffer hat sich schon warm gemacht …

Nicolai Rapp: Ich wollte auf die Zähe beißen. Wir hatten noch einen Wechsel übrig. So konnten wir noch einmal offensiv nachlegen.

„Zu Null gegen eine sehr gute Offensive“

Dein Fazit zum Spiel? 

Nicolai Rapp: Wir haben gegen eine sehr gute Offensive zu Null gespielt. Haben zu Hause nicht verloren. Wir wollten gewinnen. Aber mit dem Punkt können wir leben.

Du bist wegen der schweren Verletzung von Immanuel Höhn in die Mannschaft gerutscht. Wie war das für Dich?

Nicolai Rapp: Ich habe mich gut gefühlt. Ich hatte ja schon ein paar Einsätze. Zum Beispiel in Nürnberg 90 Minuten. Von daher wusste ich, was auf mich zukommt. Ich glaube, ich habe es auch ganz gut gemacht. An Höhni noch mal gute Besserung. So eine Verletzung ist natürlich nicht so schön.

„Das war nicht so dramatisch“

Hinten habt Ihr ja die meiste Zeit gut gestanden. Nach vorne lief es vor allem im ersten Durchgang nicht so gut. Wie hast Du das gesehen?

Nicolai Rapp: Zur Pause wollten wir etwas umstellen. Denn in der ersten Halbzeit haben uns etwas die Lösungen gefehlt. Aber Bochum hat das auch sehr gut gemacht.

Zum Ende hin ist Bochum dann etwas gefährlicher geworden, ohne riesige Chancen zu haben. Wie hast Du das gesehen? 

Nicolai Rapp: Sie haben ein bisschen Druck aufgebaut. Aber ich hatte nicht das Gefühl, dass wir ein Tor bekommen. Wir standen immer gut. Einer war immer bereit und hat geklärt. Das war nicht so dramatisch für uns.

Bildquellen

  • SVD-BOC-blog-2019-20-010: Arthur Schönbein

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