Eigentlich hätte am heutigen Montag das Heimspiel des SV Darmstadt 98 gegen den FC St. Pauli stattfinden sollen … Doch wegen des Coronavirus herrscht am Böllenfalltor geradezu gespenstische Leere. Was machen die Lilien in der spielfreien Zeit?

Spieler

Die Spieler des SV Darmstadt 98 sind seit gut einer Woche im „Homeoffice“, halten sich individuell fit und posten über die Sozialen Medien eifrig Bilder und Videos von ihren Aktivitäten (hier die offiziellen Social-Media-Accounts der Spieler). In Abstimmung mit dem Trainerteam hat Athletiktrainer Kai Peter Schmitz für jeden einzelnen einen Trainingsplan entwickelt. „Wir trainieren so, als hätten wir am Wochenende ein Spiel.“, erklärte er in einem Interview auf der Lilien-Homepage. „So versuchen wir, innerhalb des Trainingsplan eine normale Spielwoche abzubilden.“ Stand Montagvormittag war übrigens kein Lilien-Spieler positiv auf das Virus getestet. Aber das ist vermutlich nur eine Frage der Zeit.

Trainer

Cheftrainer Dimitrios Grammozis ist bei seiner Familie – und betreibt dort am Computer ein intensives Fußball-Videostudium inklusive Spiel- und Spieleranalyse. Auch seine beiden Assistenten Iraklis Metaxas und Sven Piepenbrock sind bei ihren Familien in Nordrhein-Westfalen.

Präsidium

Präsident Rüdiger Fritsch wird am Dienstag als eines von neun DFL-Präsidiumsmitglieder in einer Telefonkonferenz über den Fortgang im Profifußball angesichts der Corona-Krise beraten. Es gilt als wahrscheinlich, dass das Präsidium eine weitere Aussetzung des Spielbetriebs über den 2. April hinaus empfehlen wird. Darüber werden dann die Vereine der Bundesliga und 2. Bundesliga voraussichtlich bei einer Online-Mitgliederversammlung in der letzten Märzwoche entscheiden.

Geschäftsstelle und Fanshop

Der größte Teil der Mitarbeiter befindet sich wie die Mannschaft im Homeoffice, einige bauen Urlaubstage oder Überstunden ab. Der Fanshop vor dem Merck-Stadion am Böllenfalltor wurde bereits vergangenen Dienstag (17.3.) geschlossen. Seit Mittwoch (18.3.) findet auch im LOOP5 kein Verkauf mehr statt. Online werden aber weiter Fanartikel verkauft.

Hilfsaktion

Mit Unterstützung der Stadt hat der SV Darmstadt 98 eine zentrale Anlaufstelle für Hilfswillige und Hilfesuchende eingerichtet, um diese miteinander zu verbinden. Auf der Koordinierungsplattform vermittelt der SV 98 unter dem Motto #soliDArisch Hilfeleistungen per Telefon-Hotline, auf der Internetseite www.soli-DA-risch.de oder per Mail. Bis zum Wochenende sind dort laut Verein rund 250 Hilfsangebote eingegangen.

 

 

Bildquellen

  • Fahne_Lilien: Pixabay

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