Patric Pfeiffer ist ein ruhiger und zurückhaltender Zeitgenosse – und vor dem Mikrofon fühlt er sich ohnehin nicht besonders wohl. Doch nach seinem 3:2-Siegtor über Hannover 96 brach es förmlich aus dem 20-Jährigen heraus. „Das fühlt sich mega geil an: Mein Startelf-Debüt, ein Tor dabei zu machen und dann noch den Heimsieg rauszuholen.“

Trainer und Spieler hatten sich mehr erhofft

Vor der Saison war Pfeiffer von der zweiten Mannschaft des Hamburger SV zu den Lilien gekommen. Es sollte der nächste Schritt in seiner Karriere werden. Doch der verlief zunächst stockend für den 1,96 Meter großen Innenverteidiger. Bis zum 15. Spieltag musste er auf seinen ersten Pflichtspieleinsatz warten – und dann musste er auch noch Stürmer spielen.

Im Herbst hatte sich Innenverteidiger Mathias Wittek einen Kreuzbandriss zugezogen. Doch Pfeiffer blieb trotzdem nur Reservist. In der Winterpause wurde zudem noch Nicolai Rapp für diese Position ausgeliehen. Selbst als sich Immanuel Höhn im März den Knöchel brach, musste er sich weiter gedulden.

Erst als nun auch noch Dario Dumic wegen der fünften gelben Karte zusehen musste, schlug Pfeiffers Stunde und er durfte in der Startelf ran. „Ich habe 100 Prozent Vertrauen in Patric“, sagte Coach Dimitrios Grammozis vor dem Spiel. Pfeiffer sei zwar in dieser Saison nicht auf die Spielzeit gekommen, die er und das Trainerteam sich erhofft hätten. Er habe sich aber auch entwickelt.

Patric Pfeiffer und seine Sternstunde kurz vor Schluss

Ein wenig Nervosität war Pfeiffer in seinem sechsten Pflichtspieleinsatz dann zunächst auch anzumerken. In der 50. Minute ließ er sich einmal düpieren, doch die Szene wurde wegen Abseits abgepfiffen. „Das Team hat mich gut aufgenommen“, sagte er später.

Zum Ende sei es dann etwas anstrengend geworden. Aber dann kam seine Sternstunde. Nach einem Eckball bekam er den Ball auf den Kopf – und vom Körper von Ex-Lilien-Spieler Marcel Franke prallte die Kugel ins Tor.

SV Darmstadt 98 - Hannover 96

Gratulanten von allen Seiten – Patric Pfeiffer nach seinem Tor über Hannover

Lob gab es danach von Coach Grammozis. „Ich freue mich sehr für Patric, auch weil er geduldig geblieben ist und an sich gearbeitet hat, als er nicht gespielt hat“, sagte er.

„Das war sehr wichtig für uns“, sagte Pfeiffer über das Ergebnis. So habe man Hannover auf Distanz gehalten. Zudem habe man gezeigt, dass man die Saison auch nach dem 0:3 gegen Regensburg nicht abschenken wolle. „Wir wollten weiter Gas geben“, sagt Pfeiffer und verspricht: „Aus den nächsten drei Spielen wollen wir jetzt noch das Bestmögliche rausholen.“

Bildquellen

  • SVD-H96-Siegtorjubel: Arthur Schönbein
  • SVD-H96-Pfeiffer-02: Arthur Schönbein

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