Bis zum Ende hält Lilien-Coach Dimitrios Grammozis die Konzentration hoch. Die Saison einfach so ausklingen zu lassen, würde nicht seinem Naturell entsprechen – und auch nicht dem der Mannschaft.

Mit der Aussage, dass es nach dem 0:1 in Bielefeld und dem damit endgültigen Abschied von möglichen Aufstiegsträumen nun um nichts mehr gehe, kann der Coach deswegen auch nichts anfangen: „Wir sind alle Vollprofis“, sagte er am Samstag mit Blick auf die Partie gegen den SV Wehen Wiesbaden am Sonntag (Anpfiff 15.30 Uhr). „Die Mannschaft hat für uns zu keiner Zeit in der Saison gezeigt, dass sie irgendein Spiel herschenken möchte. Unser Ziel muss ganz klar sein, den fünften Platz zu halten. Dafür werden wir alles tun.“

Zugleich warnte er davor, den Tabellen-17. zu unterschätzen: „Wir dürfen nicht den Fehler machen zu denken, dass Wehen Wiesbaden aufgrund seiner Tabellensituation ein leicht zu bespielender Gegner ist. Wir müssen top eingestellt sein.“

Natürlich sei das letzte Heimspiel als Lilien-Trainer für ihn eine besondere Partie. In den knapp eineinhalb Jahren habe seine Mannschaft nur zweimal am Böllenfalltor verloren – gegen Bundesliga-Aufsteiger Bielefeld und im Pokal gegen den Karlsruher SC. „Das ist eine großartige Leistung. Das haben wir nicht nur geschafft, weil die Jungs in den meisten Spielen hier zu Hause super performt haben, sondern auch weil uns unsere Fans in einer unglaublichen Art und Weise unterstützt haben.“

Dimitrios Grammozis hat sich verliebt

Umso mehr bedauert er, dass er diese Atmosphäre beim letzten Heimspiel wegen der Corona-Schutzmaßnahmen nicht noch einmal aufsaugen und den Fans Danke sagen kann. Seine Zeit in Darmstadt sei sehr emotional gewesen. „Man kann schon sagen, dass ich mich in dieses Böllenfalltor verliebt habe mit diesen überragenden Fans“, sagte Grammozis.

Im Moment sei er voll auf die Spielvorbereitung fokussiert. Da habe er nicht so viel nachgedacht, wie er sich nach der Partie fühlen werde. „Aber ich denke, dass nach dem Spiel die eine oder andere Emotion kommen wird im Rückblick auf eineinhalb Jahre am Böllenfallor.“

Bildquellen

  • SVD-OSN-2019-20-blog-004: Arthur Schönbein

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