Bei seinem Abschied als Trainer des SV Darmstadt 98 empfindet Dimitrios Grammozis Wehmut. Wie er am Freitag auf der Pressekonferenz vor dem letzten Saisonspiel beim VfB Stuttgart sagte, gehe es ihm dabei vor allem um die Spieler, zu denen er eine enge Beziehung aufgebaut habe. „Ich selbst bin da nicht so wichtig.“ Am Sonntag bestreiten die Lilien ihr letztes Saisonspiel beim VfB Stuttgart (Anpfiff 15.30 Uhr).

Die 16 Monate in Darmstadt seinen eine „sehr schöne und erfolgreiche Zeit“ gewesen. Mannschaft- und Trainerteam hätten immer besser harmoniert. Da hätte in den kommenden Jahren etwas wachsen können. „Deswegen wollten wir länger bleiben. Der Verein hatte da andere Vorstellungen, was auch okay ist“, sagte er mit Blick auf die wegen der Laufzeit gescheiterten Vertragsverhandlungen im Februar.

Zur Ruhe kommen, Bilanz ziehen und trotzdem Gewehr bei Fuß stehen

Wie es für ihn weitergeht, ließ Grammozis offen. Er müsse erstmal zur Ruhe kommen und Bilanz ziehen. Dann werde das Trainerteam mit Iraklis Metaxas und Sven Piepenbrock auch entscheiden, ob man gemeinsam weitermache.

Auf Nachfrage schloss Grammozis aber nicht aus, dass er zeitnah bei einem anderen Verein anheuern werde. „Vielleicht habe ich ja schon“, sagte er lachend. Es sei normal, dass man in diesem Geschäft Gewehr bei Fuß stehen müsse, wenn sich eine Möglichkeit ergebe.

Wer verlässt den SV Darmstadt 98 noch?

Beim Verein hält man sich weiter zurück mit der Bestätigung von Abgängen. Offiziell hat Sportchef Carsten Wehlmann bislang nur bestätigt, dass Yannick Stark keinen Vertrag mehr erhält. Victor Pálsson hatte diese Woche auch Marcel Heller und Sebastian Hertner genannt. Grammozis hob am Freitag die Verdienste von Stark und Heller hervor, die viel für den Verein getan hätten.

Zudem ist sicher, dass die beiden Leihspieler Nicolai Rapp und Dario Dumic zunächst zu ihren Vereinen zurückkehren. Bei Dumic (FC Utrecht) gilt ein Verbleib als quasi ausgeschlossen, weil er verpflichtet werden müsste. Bei Rapp (Union Berlin) ist zumindest eine weitere Ausleihe möglich.

Talent Ensar Arslan soll einen neuen Vertrag erhalten und ausgeliehen werden. Hier gibt es aber noch keinen Vollzug. Zudem werden zwei der drei Ersatzkeeper Carl Klaus, Igor Beresowski und Carl Leonhard den Verein verlassen. Weitere Abgänge von Spielern mit laufenden Verträgen, die zuletzt ohne große Perspektive waren wie Leon Müller, Johannes Wurtz oder Ognjen Ozegovic, sind bei entsprechender Nachfrage ebenfalls vorstellbar.

Der Verein plant nach dem Spiel in Stuttgart eine Verabschiedung im privaten Kreis. Dann soll auch offiziell verkündet werden, wer als Abgang bereits feststeht. Bereits am kommenden Donnerstag wird dann der neue Trainer Markus Anfang vorgestellt.

Bildquellen

  • SVD-FCN-2019-20-blog-XXX-0001: Arthur Schönbein

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