Das Kapitel Jena ist abgeschlossen, im Dezember wird er 35 Jahre alt, doch Aytac Sulu denkt noch nicht ans Aufhören. „Ein, zwei Jahre sollten für mich noch drin sein“, sagte er in einem Interview auf transfermarkt.de.

Immer eine Überlegung wert, aber …

In dem Interview brachte der „Capitano“ auch ein Comeback bei den Lilien ins Spiel. „Solche Gedankenspiele gibt es auf jeden Fall, und zwar von beiden Seiten“, sagte er, schränkte jedoch ein: „Als aktiver Spieler wird es wahrscheinlich keine Rückkehr geben, das ist auch dem Alter geschuldet. In anderer Form ist das definitiv Thema.“

Beim Verein hält man sich bedeckt. Auf Lilienblog-Anfrage sagte Präsident Rüdiger Fritsch: „Es ist immer eine Überlegung wert, ob und wie man verdiente Spieler in die Struktur einbauen kann. Derzeit ist das aber kein Thema.“

Aytac Sulu – erster Ehrenspielführer der Lilien

Sulu, der in der Winterpause 2013 vom damaligen österreichischen Zweitligisten SCR Altach ans Böllenfalltor gekommen war, bestritt in sechs Jahren 210 Pflichtspiele für die Lilien, erzielte dabei 23 Tore und stieg zweimal mit dem Verein auf.

Lilien-Präsident Fritsch würdigte ihn bei der Ernennung zum ersten Ehrenspielführer in der Geschichte der Lilien als „eines der prägenden Gesichter der erfolgreichen jüngeren Vergangenheit“. Im letzten Spiel vor der Winterpause der abgelaufenen Saison gegen den Hamburger SV (2:2) verabschiedete sich Sulu am Böllenfalltor emotional von den Fans.

Lilien-Ehrenspielführer Aytac Sulu, SV Darmstadt 98 gegen HSV

Lilien-Ehrenspielführer Aytac Sulu bei seiner Verabschiedung am Böllenfalltor beim Spiel gegen den Hamburger SV

Sportlich so richtig glücklich geworden ist Sulu seit seinem Abschied von den Lilien im Winter 2019 nicht. Damals war der gebürtige Heidelberger zum türkischen Drittligisten Samsunspor gewechselt, kam dort aber kaum zum Einsatz. Nach einem Jahr löste man den Vertrag in gegenseitigem Einvernehmen auf.

In der vergangenen Winterpause schloss sich Sulu dann dem deutschen Drittligisten Carl Zeiss Jena an. Er kam in 14 Spielen zum Einsatz, erzielte dabei drei Treffer und war zeitweise sogar Kapitän. Allerdings konnte auch er den Abstieg des ostdeutschen Traditionsvereins als abgeschlagenes Schlusslicht nicht verhindern.

 

Bildquellen

  • SVD-HSV-2019-20-blog-003: Arthur Schönbein
  • D98-DSC-005: Arthur Schönbein

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