Vor einem Jahr warf ihn eine schwere Verletzung in der Vorbereitung lange zurück. Deswegen hat sich Braydon Manu für diese Saison keine fixen Ziele gesetzt. Einfach machen – und im Angriffsdrittel auch mal das Überraschungspaket öffnen, wie der 23 Jahre alte Flügelspieler im Lilienblog-Interview sagt.

Braydon, wie läuft denn die Vorbereitung aus Deiner Sicht?

Braydon Manu: Gut, gut. Die Vorbereitung läuft gut, ich habe wirklich Spaß. Die Philosophie, wie der Trainer spielen möchte, ist halt sehr viel, auch komplex. Aber wenn man es kapiert, macht es wirklich Spaß.

Du hast selbst mal vor einiger Zeit in einem Interview gesagt, du bist ein Überraschungspaket. Trainer Markus Anfang erwartet jedoch eine ziemlich strukturiere Spielweise. Wie passt das zusammen?

Braydon Manu: In der Defensive haben wir eine Marschroute, einen Plan, das müssen wir verfolgen. Jeder Einzelne weiß, was er zu tun hat. So ist es auch in der Offensive, wer in welche Räume gehen muss. Aber im letzten Drittel ist es aber dann, so wie es passt. Da lässt er uns Offensivspielern freie Wahl – oder freien Fuß. Da sollen wir einfach machen. Da gibt’s nichts mehr nachzudenken. Da kannst Du dann auch das Überraschungspaket sein.

Braydon Manu: „Ich stehe auf und sehe, was passiert“

Was hast Du Dir denn für die kommende Saison vorgenommen?

Braydon Manu: Ich persönlich habe mir NICHTS vorgenommen! Wirklich. Ich stehe auf und sehe, was passiert. Letzte Saison habe ich die Erfahrung gemacht, dass es dann in die falsche Bahn ging mit den Verletzungen. Deswegen: Einfach machen. Ich gehe auf den Trainingsplatz und gebe alles. Ich will besser werden. Das andere kommt dann von allein.

Hast Du die schwere Verletzung aus der letzten Vorbereitung noch irgendwie im Kopf?

Braydon Manu: Nein, überhaupt nicht. Das passiert im Fußball. Es geht darum, ob Du Dich davon zurückwerfen lässt oder ob es Dich stärker macht. Mich hat es stärker gemacht. Ich bin noch selbstbewusster geworden. Meine Art ist es ja auch, beim 1:1 ins Risiko zu gehen. Wenn ich da noch die Verletzung im Kopf hätte, könnte ich ja meine Stärken nicht mehr zeigen.

Du hast mit Aaron Seydel einen neuen Konkurrenten auf der Außenbahn. Wie siehst Du den Konkurrenzkampf?

Braydon Manu: Gesunder Konkurrenzkampf ist wichtig. Nur dadurch kannst Du Dich verbessern. Du musst wissen, dass Du Deine Leistung abrufen musst, weil Du sonst austauschbar bist. Aber der Konkurrenzkampf muss gesund sein, der darf nie zu persönlich sein. Ich freue mich, wenn ich spiele. Aber wenn der andere besser trainiert, soll er spielen.

Wie sieht es mit Zielen mit der Mannschaft für die kommende Saison aus?

Braydon Manu: Wir müssen erstmal das Spielsystem des Trainers verinnerlichen. Dann kann man über Ziele reden.

Wie ist die Kommunikation mit dem neuen Trainer?

Braydon Manu: Markus Anfang und sein Co-Trainer Florian Junge zeigen uns auch die Dinge, die wir falsch machen, in der Kabine auf dem Fernseher. Wenn man Dir das nur sagt, dann sagst Du: „Alles klar“, aber hast es vielleicht gar nicht gecheckt. Aber wenn Du es siehst, ist das schon anders.

 

 

 

 

 

Bildquellen

  • IMG_0542: Stephan Köhnlein

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