Etwas müde, aber gelöst – so zeigte sich Carsten Wehlmann am Tag nach dem Erstrunden-Pokalsieg des SV Darmstadt 98 über den 1. FC Magdeburg. „Dass es in der Schlussphase immer noch etwas hektisch wird, ist normal für ein Pokalspiel“, sagte der Sportchef des SV Darmstadt 98. „Da geht es um alles oder nichts. Letztlich haben wir es noch gut verteidigt. Wir hätten auch noch mal ein Tor nachlegen können. Wenn man die erste Halbzeit ausklammert, haben wir ein gutes Spiel gemacht.

Dass die Mannschaft in der zweiten Halbzeit ohne Auswechslung den Schalter umlegen konnte, ist für ihn ein Indiz für die Qualität der Mannschaft. Ebenso wie die Tatsache, dass man auch die kurzfristigen Ausfälle von Immanuel Höhn (Adduktoren) und Erich Berko (Schlag aufs Knie) weggesteckt habe. Besonders hervor hob der 48 Jahre alte Sportchef dabei die beiden Einwechselspieler Tim Skarke und Mathias Honsak, die beide zuletzt wegen Muskelbeschwerden länger mit dem Training aussetzen mussten.

Berko trainierte am Montag mit den übrigen Ersatzspielern, klagte aber noch über Schmerzen im Knie. Ob es für den Punktspiel-Auftakt am Samstag beim SV Sandhausen (13 Uhr) reicht, ist offen. Noch länger fehlen werden voraussichtlich Matthias Bader (Muskelbündelriss) und Aaron Seydel (Schulterverletzung), ebenso wie Mathias Wittek nach seiner schweren Knieverletzung.

Carsten Wehlmann sieht Torwartfrage entspannt

Ebenfalls wieder dabei war Marcel Schuhen, der am Samstag Vater eines gesunden Sohnes geworden war. Sein Vertreter Carl Klaus hatte am Vortag mit mehreren starken Paraden maßgeblichen Anteil am Weiterkommen der Lilien gehabt.

Die Äußerung von Trainer Markus Anfang, wonach die Entscheidung um die Nummer eins im Tor „noch ein bisschen offen“ sei, sieht Wehlmann als weiteres Indiz für den starken Kader mit drei Torhütern, „denen wir es zutrauen zu spielen“.

Zur Torwartfrage selbst wollte sich der ehemalige Profi-Torwart (FC St. Pauli, Hamburger SV, Hannover 96) aber nicht äußern. Das sei allein Sache des Trainerteams und der Torwarttrainer, sagte Wehlmann. Er als Funktionsträger halte sich komplett aus Fragen der Aufstellung heraus. „Da bin ich relativ entspannt.“

Für die nächste Pokalrunde hat Wehlmann keinen konkreten Wunschgegner. Aber eine Hoffnung: „Mich würde freuen, wenn wir ein Heimspiel haben.“

Bildquellen

  • IMG_0586: Stephan Köhnlein/Lilienblog

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