Gut einen Monat ist es her, dass sich Aaron Seydel beim Testspiel des SV Darmstadt 98 gegen den SV Wehen Wiesbaden an der Schulter verletzte. Seit dieser Woche trainiert er wieder mit der Mannschaft. Die Wahrscheinlichkeit, dass er beim ersten Heimspiel der Saison gegen den SSV Jahn Regensburg (Samstag, 13 Uhr) zum Einsatz kommen wird, ist laut Trainer Markus Anfang aber gering. Man könne nicht davon sprechen, dass der Spieler schon auf einem Top-Level sei.

Dabei wäre Seydel sicher besonders motiviert – schließlich war er vergangene Rückrunde vom FSV Mainz 05 an die Oberpfälzer ausgeliehen worden, um dort Spielpraxis zu sammeln. Das gelang jedoch nur bedingt: Gerade 9 Einsätze waren es am Ende, ein Tor gelang ihm dabei.

Auch Höhn weiter fraglich

Auch bei Innenverteidiger Immanuel Höhn, der nach seinen Adduktorenproblemen ebenfalls wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist, gab sich Anfang zurückhaltend. Man werde das Abschlusstraining am Freitag abwarten, sagte er. Noch länger fehlen wird Mathias Wittek, der nach seiner schweren Knieverletzung immerhin schon wieder läuft. „Es ist nicht geplant, dass er nicht in nächster Zeit ins Mannschaftstraining zurückkommt“, sagte Anfang.

FC Magdeburg - Darmstadt 98 DFB Pokal

Trainer Markus Anfang plant für das Regensburg-Spiel mehrere Veränderungen in der Aufstellung

Für das Regensburg-Spiel kündigte er mehrere Veränderungen in der Mannschaft Aussicht, legte sich allerdings nicht auf Positionen oder eine Zahl fest. Victor Pálsson hat seine Sperre abgesessen und könnte auf die Sechserposition zurückkehren. Sein Vertreter Nicolai Rapp könnte dann in die Innenverteidigung rücken. Gut möglich, dass Patric Pfeiffer nach seinem unglücklichen Auftritt eine Pause erhält. Tim Skarke hat sich mit seinem Tor gegen Sandhausen für einen Startelfplatz beworben.

„Ein Stück Normalität zurück“

„Wir müssen die Ansätze in der Mannschaft wahrnehmen, aber auch die Probleme“, sagte Anfang. Gegen Sandhausen habe die Konsequenz vor dem gegnerischen Tor gefehlt, aber man habe auch zu einfache Gegentore bekommen. Trotzdem gab sich der Coach optimistisch mit Blick auf die Mannschaft: „Sie wollen besseren Fußball spielen, sie wollen besser verteidigen und sie wollen konsequenter mit den Torchancen umgehen – aber das braucht auch seine Zeit.“ Da müsse man mit Fehlern der Spieler leben, auch wenn man damit natürlich nicht glücklich sei. „Aber wenn sie nicht mutig sind und nach vorne spielen, entwickeln sie sich nicht.“

Dass für die Partie des SV Darmstadt 98 am Samstag 1.741 Zuschauer zugelassen sind, freut Anfang „Es wäre schön, wenn das ein Weg zurück wäre, dass wir irgendwann auch wieder vor vollen Rängen spielen können“, sagte der Coach. „Wir müssen vernünftig mit der Situation umgehen und froh sein, dass wir spielen dürfen. Aber trotzdem darf man sich auch wünschen, dass ein Stück Normalität zurückkehrt – nicht nur im Fußball, sondern auch im Alltag.“

Bildquellen

  • FCM-SVD-2020-21-blog-006: Arthur Schönbein
  • IMG_0489: Stephan Köhnlein

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