Außenverteidiger laufen vor allem die Linie rauf und runter? Beim SV Darmstadt 98 nicht mehr. Das System von Trainer Markus Anfang zeichnet sich auch dadurch aus, dass die Räume anders als üblich besetzt werden. Dazu gehört auch, dass die Verteidiger von den Außenpositionen beim Aufbauspiel mehr in die Mitte rücken. Das sieht bisweilen etwas ungewöhnlich aus, hat aber einleuchtende Gründe.

Matthias Bader, selbst Außenverteidiger, ist ein Betroffener. Er kennt wie Patrick Herrmann und Aaron Seydel bereits aus der Vergangenheit das System von Anfang und erklärt: „Wir sind sehr weit in der Mitte, um für die Außenspieler Raum zu schaffen und selbst bessere Winkel für unser Passspiel zu haben. Für den gegnerischen Verteidiger ist es viel einfacher zu verteidigen, wenn ich ihm selber auf der Linie gegenüberstehe. Wenn wir weiter aus der Mitte kommen, haben wir mehr Möglichkeiten, vorne anzuspielen.“

Dem Lilienblog hatte Anfang seine Vorstellungen zu seinem System und der Raumbesetzung in einem Interview so erklärt: „Wir versuchen, viele Varianten ins System zu bringen. Die grundsätzliche Idee kommt von uns, ebenso wie die Raumbesetzung. Also ob wir zum Beispiel mit Dreier- oder Viererkette, Vierer- oder Fünfermittelfeld und ein oder zwei Stürmern spielen. Dann ist die Frage, welchen Spieler man in welchen Raum bekommt. Und da reden wir mit dem Spieler, wie er den Raum ausfüllen will und ob er sich darin wohlfühlt. Wir wollen die Spieler mitnehmen. Aber die Jungs bekommen natürlich klare Leitlinien. Wir sagen ihnen, was wir von ihnen erwarten.“

Ein aktuelles Interview mit Matthias Bader findet Ihr hier.

 

Bildquellen

  • Ber veröffentlichung ist das Bild mit“Foto: Arthur Schönbein“ zu Zeichnen.: Arthur Schönbein

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