Im zweiten Teil des Lilienblog-Geburtstagsinterviews spricht Yannick Starküber schwierige Zeiten, wie er darüber hinwegkam, über Mentalitätsmonster und eine mögliche Zukunft bei den Lilien.

Yannick, Du hast von den schönen Momenten gesprochen, an die Du Dich gerne erinnerst. Gibt es auch Momente, an die Du Dich nicht gerne erinnerst?

Yannick Stark: Natürlich waren da die Phasen, in denen ich nicht gespielt habe und in denen auch Selbstzweifel aufkamen. Aber das sind Dinge, aus denen ich gestärkt hervorgegangen bin und sagen kann, dass ich das gemeistert habe, während andere vielleicht daran zerbrochen wären oder die Karriere schon vorbei wäre. Ich bin mit meiner Karriere bis jetzt zufrieden und kann auch ein bisschen stolz sein, wie ich durch Situationen gekommen bin, die nicht so einfach waren.

Zum Beispiel die Zeit nach Deiner Rückkehr zu den Lilien, als Du fast eineinhalb Jahre nicht gespielt hast …

Yannick Stark: Unter anderem, ja …

Würdest Du etwas anders machen heute im Rückblick?

Yannick Stark: Das ist immer müßig, sich darüber Gedanken zu machen. Wenn ich eine Entscheidung treffe, stehe ich auch dahinter und mache das Beste daraus.

So wie die Situation im Frühjahr, als Darmstadt 98 erklärt hat, dass Dein Vertrag nicht verlängert wird?

Yannick Stark: Das war enttäuschend. Ich hatte nicht damit gerechnet, das war im ersten Moment ein Schock. Aber der ist auch schnell vorbei gewesen. Ich bin froh über die Optionen, die gekommen sind. Ich habe bei Marcel Heller gesehen, dass er sehr lange warten musste, und ich weiß nicht, ob das etwas für mich gewesen wäre. Dynamo war für mich einfach ein cooler nächster Schritt.

Du hast Marcel Heller erwähnt. Wie sieht es denn mit den Kontakten nach Darmstadt und zu alten Mitspielern aus?

Yannick Stark: Klar. Ich bin zwar eher selten in Darmstadt, weil die Entfernung einfach zu groß ist. Mit einigen Jungs telefoniere ich, außerdem folgt man sich über Instagram oder wo man sonst so verbunden ist. Am meisten Kontakt habe ich im Moment wohl zum Physiotherapeuten Björn Rein.

Verfolgst Du die Lilien auch noch?

Yannick Stark: Wenn es die Zeit zulässt, gucke ich mir natürlich die Spiele an. So habe ich zuletzt das Spiel gegen Nürnberg gesehen. Da ist der Ball sehr gut gelaufen.

In Darmstadt spielt Lukas Mai, der aus Dresden kommt und von seinem großen Bruder Sebastian schwärmt, der Euer Kapitän bei Dynamo ist. Er sei ein „Mentalitätsmonster“ …

Yannick Stark: Kann ich bestätigen. Absolut ehrgeizig. Es macht Spaß, mit ihm auf dem Platz zu stehen und mit ihm zu fighten. Das ist einer, mit dem Mann in den Krieg ziehen kann.

Letzte Frage: Kannst Du Dir vorstellen, irgendwann nach Darmstadt zurückzukehren oder vielleicht sogar bei den Lilien wieder aktiv zu werden?

Yannick Stark: Das liegt nicht in meiner Hand. Ich denke schon, dass mein Lebensmittelpunkt nach meiner Karriere wieder Darmstadt sein wird – das liegt natürlich an meiner Familie, meinen Freunden, und es ist einfach meine Heimatstadt. Aber ich hoffe, dass mein Körper soweit in Schuss bleibt, dass ich bis 34 oder 35 auf hohem Niveau spielen kann. Und dann wird man sehen, ob noch Kontakt zu den Lilien besteht und ob es von Vereinsseite ein Interesse an einer Zusammenarbeit gibt. Aber das ist alles noch sehr weit weg.

Hier geht es zum ersten Teil des Interviews, in dem Yannick Stark über sein Einleben in Dresden und sentimentale Momente spricht.

Eine Bildergalerie mit Fotos aus Starks Zeit bei den Lilien findet Ihr hier.

Bildquellen

  • Stark-087: Arthur Schönbein

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