Nach dem guten Saisonendspurt als Stammspieler mit zwei Treffen war Fabian Schnellhardt vor Beginn der aktuellen Spielzeit zuversichtlich. Doch es kam anders als gewünscht für den zentralen Mittelfeldspieler. Dabei war er auch ein Opfer des neuen Systems. Nun hat ihn das Verletzungspech von Victor Palsson wieder in die erste Elf gebracht.

Vergangene Saison ließ der alte Trainer Dimitrios Grammozis meist mit zwei defensiven Mittelfeldspielern spielen – neben Victor Palsson war das am Ende oft Fabian Schnellhardt. Der neue Coach Markus Anfang setzt in der Regel nur auf einen defensiven Mittelfeldspieler – und das war Palsson. Und in der offensiven Zentrale hatten Marvin Mehlem und Tobias Kempe die Nase vorn und machten ihre Sache bislang auch sehr gut, wie Schnellhardt einräumt.

Bis zum 7. Spieltag brachte er es gerade auf Einwechslungen im Pokal gegen Magdeburg und im Auswärtsspiel bei Osnabrück – keine einfache Situation für den 26-Jährigen. „Wenn man nicht spielt, ist es für jeden schwierig“, sagt er. „Da muss man sich dann hinten anstellen und auf seine Chance warten. So ist das Geschäft eben. Es wird immer Phasen geben, wo der eine oder andere Spieler unzufrieden ist.“

VfL Osnabrück - SV Darmstadt 98

Defensivarbeit ist nicht nur Abwehr – Fabian Schnellhardt nach seiner Einwechslung gegen Osnabrück

Rückkehr nach Duisburg kein Thema für Fabian Schnellhardt

In den Medien wurde zeitweise sogar über eine Rückkehr nach Duisburg spekuliert, wo er bis zum Abstieg im Sommer 2019 Stammspieler gewesen war. „Ob die Vereine miteinander gesprochen haben, weiß ich nicht“, sagt Schnellhardt, dessen Vertrag noch bis Sommer 2022 läuft. „Aber für mich war eigentlich klar, dass ich in Darmstadt bleiben und mich hier durchbeißen will. Die erste Saison verlief ja am Anfang auch nicht so toll für mich. Am Ende war es dann besser. Vielleicht wird es ja dieses Jahr wieder so.“

Und durch den Ausfall Palssons, der mehrere Wochen mit einer Hand-Operation ausfällt, rutschte Schnellhardt inzwischen wieder in die Startformation. Das war nach den Defensivproblemen zuletzt nicht unbedingt zu erwarten, schließlich ist Schnellhardt kein Abräumer wie Palsson, sondern eher ein technisch versierter Aufbauspieler.

„Defensivarbeit ist ja nicht nur Abwehr“

Schnellhardt selbst sieht da jedoch keinen Widerspruch: „Defensivarbeit ist ja nicht nur Abwehr“, sagt er. „Da gehört die ganze Mannschaft dazu. Es muss immer ein Rädchens ins andere greifen, damit die Defensive und die Offensive funktionieren.“

Nun hofft Schnellhardt auf den nächsten Startelf-Einsatz gegen Fortuna Düsseldorf am Freitag (Anpfiff 18.30 Uhr). Dass die Rheinländer gerade 0:5 gegen Bochum verloren haben, dürfe die Lilien nicht blenden. Schließlich sei die Mannschaft früh durch einen Platzverweis dezimiert und den folgenden Elfmeter in Rückstand geraten.

„Düsseldorf gehört als Bundesliga-Absteiger noch immer zu den Topfavoriten in der Liga. Die haben genügend Spieler mit Qualität in der Mannschaft“, sagt Schnellhardt. „Aber natürlich fahren wir auch nach Düsseldorf, um unser Spiel durchzubringen und möglichst zu gewinnen.“

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Bildquellen

  • OSN-SVD-2020-21-022: Arthur Schönbein
  • 6917_Zipfelmuetzen_2020_Darmstadt_600x300px: Handout Krombacher
  • SVD-EBS-2020-21-blog-007: Arthur Schönbein

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