Erst bringt er den SV Darmstadt 98 in Führung, dann unterläuft ihm ein unglückliches Eigentor. Auch wenn es nicht an Tobias Kempe lag, dass die Lilien beim VfL Bochum leer ausgingen, so stand er doch gleich mehrfach im Fokus. Das liegt an diversen Serien und Statistiken.

Der Führungstreffer war brillant. In der 80. Minute zirkelte Tobias Kempe einen Freistoß über die Bochumer Mauer ins Tor. Es war der Lohn für eine engagierte und konzentrierte Leistung. Doch der Mannschaft von Markus Anfang gelang es nicht, das Ergebnis mit Routine über die Zeit zu bringen. Sie ließ vielmehr zu, dass Bochum das Spiel innerhalb von einer guten Minute drehte.

„Müssen wir uns ankreiden“

Am ausgesprochen unglücklichen Ausgleich war Kempe selbst beteiligt: Lilien-Verteidiger Nicolai Rapp bekam einem Freistoß an den Rücken, Kempe stand auf der Linie und beförderte den Ball beim Rettungsversuch endgültig ins eigene Tor. „Wenn du in der 80. Minute in Führung gehst, dann darfst du das Spiel nicht mehr verlieren“, schimpfte Kempe danach. „Da müssen wir uns ankreiden, dass wir diese Szenen zulassen und zwei Gegentore kassieren.“

Für den torgefährlichen Mittelfeldspieler sind Spiele gegen Bochum immer etwas Besonderes, weil sein Vater Thomas als Profi für den Verein 253 Pflichtspiele bestritten hatte. Und obwohl Kempe einer der torgefährlichsten Mittelfeldspieler der Liga ist, hatte er in den 14 vorangegangenen Partien nie gegen die Bochumer getroffen. Dass ihm das nun mit seinem achten Ligatreffer in dieser Saison gelang, wird ihn kaum freuen – unter anderem auch weil drei weitere Statistiken schwerer wiegen.

Sieglos unter Kapitän Tobias Kempe

Zunächst riss mit dem 1:2 die Serie von zuletzt drei Siegen ohne Gegentor für die Lilien. Für Kempe bleibt Bochum zudem sportlich weiterhin ein schlechtes Pflaster: In den bisherigen 15 Aufeinandertreffen gehörte er nur zweimal zu den Siegern. Dem stehen fünf Unentschieden und acht Niederlagen gegenüber. Und persönlich besonders ärgerlich: Weil Fabian Holland wegen einer Gehirnerschütterung fehlte, durfte Kempe die Mannschaft zum dritten Mal in dieser als Kapitän aufs Feld führen. Und dabei gab es die dritte Niederlage – wie schon gegen Paderborn (0:4) und Aue (0:3).

Bildquellen

  • FCN-SVD-2020-21-blog-009: Arthur Schönbein

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