Als Tim Skarke gegen die SpVgg Greuther Fürth auf der rechten Abwehrseite in der Fünferkette ran musste, war das zunächst vor allem eine Notlösung. Weil Matthias Bader verletzt und Patrick Herrmann gesperrt war, musste der gelernte Offensivspieler auf der Position aushelfen. Er spielte sehr gut, erzielte ein Traumtor und ist seitdem dort gesetzt.

Auch gegen Bochum zeigte er über weite Strecken eine gute Partie. Doch am Ende trug er auch maßgeblich dazu bei, dass die Partie innerhalb von zwei Minuten zu Ungunsten der Lilien kippte. „Wenn wir in der 80. Minute auswärts 1:0 führen und das Spiel dann noch 1:2 verlieren, ist das natürlich richtig bitter“, sagte er am Dienstag. Auch drei Tage nach der Partie schwang der Frust da unüberhörbar mit. „Das müssen wir uns alle ankreiden, da müssen wir anders auftreten.“ Die Mannschaft müsse dann konzentrierter und bissiger bleiben und ihr Spiel bis zum Ende durchziehen.

Zu viel Biss legte Skarke jedoch vor dem Ausgleich der Bochumer an den Tag, als er an der Torauslinie den Freistoß vor dem 1:1 verursachte. „So ein plumpes Foul darf mir nicht passieren“, sagte der 24-Jährige selbstkritisch. „Aus solchen Fehlern lernt man. Das gehört auch dazu.“

Tim Skarke hat Spaß in der neuen Rolle

Auf der neuen Position fühle er sich aber insgesamt sehr wohl. „Das macht Spaß, das Team unterstützt mich, die Trainer unterstützen mich. Gerade passt es einfach.“ Dass es so gut läuft, überrascht ihn nicht völlig. Schließlich habe er beim 1. FC Heidenheim schon in der Viererkette auf der rechten Abwehrseite ausgeholfen. Aber natürlich müsse und wolle er sich noch weiterentwickeln.

Nach dem Bochum-Spiel hätten er und seine Kollegen viel Wut und Enttäuschung gespürt. Aber in die neue Trainingswoche sei man nun mit viel Zuversicht gestartet. „Wir haben ein richtig gutes Team – und das nehmen wir auch mit für das nächste Spiel gegen Hannover. Durch ein Spiel wie gegen Bochum lassen wir uns nicht zurückwerfen. Gegen Hannover greifen wir wieder von vorne an.“

Zuversicht kann auch die Statistik geben. Die letzte Niederlage gegen die Niedersachsen liegt bald 29 Jahre zurück. Da war Tim Skarke noch gar nicht auf der Welt.

Bildquellen

  • SVD-FWK-2020-21-lok-004: Arthur Schönbein

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