Victor Palsson erwartet einen Wechsel von Serdar Dursun zum Saisonende. „Ich hoffe für Serdar, dass er im Sommer einen guten Verein findet. Denn das hat er verdient“, sagte der isländische Defensivspieler dem Lilienblog. 

„Man muss Serdar verstehen“, sagte Palsson weiter. „Sein Ziel ist es, höherklassig zu spielen. Aber er ist fokussiert auf seine Aufgabe in Darmstadt. Vergangene Saison hat er 16 Liga-Tore erzielt, jetzt sind es schon 15 Treffer. Der Verein hat ihm viel zu verdanken und umgekehrt.“

Auch Victor Palsson hat höhere Ziele …

Auch Palsson, der wie Dursun mit 29 Jahren im besten Fußballer-Alter ist, räumte ein, dass er höhere sportliche Ziele habe. Auf die Frage, ob er diese in Darmstadt denn verwirklichen könne, äußerte er sich salomonisch: „Im Fußball weiß man nie“, sagte er und fügte mit einem Grinsen im Gesicht an: „Alles kann passieren.“ Palsson, der im Winter 2019 vom FC Zürich ans Böllenfalltor gekommen war, hat noch bis Sommer 2022 Vertrag bei den Lilien.

Dass es in den vergangenen zwei Spielen für die Lilien mit zwei Siegen so gut lief, machte Palsson sowohl an einer veränderten Mentalität als auch an dem geänderten System fest. „Wir sind bei der spielerischen Entwicklung einen Schritt zurückgegangen, das System kennen wir aus der vergangenen Saison“, sagte er mit Blick auf die Rückkehr zur Doppel-Sechs vor der Abwehr. „Wir wissen, dass wir das können. Das ist nicht der schönste Offensivfußball, doch wir holen damit Punkte.“

SV Darmstadt 98 - 1. FC Nürnberg

„Wir können uns wirklich glücklich schätzen, dass er für uns spielt“ – Victor Palsson (rechts) über Nicolai Rapp (links)

Dickes Lob für Rappo

Ein dickes Lob gab es vom isländischen Nationalspieler für Nicolai Rapp, seinen Nebenmann in der Doppel-Sechs: Wir sind beide defensive und aggressive Spieler. Rappo ist nicht nur auf dem Feld wichtig, sondern auch in der Kabine. Ein guter Junge, der immer 100 Prozent gibt. Das ist wichtig für diese Liga“, sagte Palsson. „Wir können uns wirklich glücklich schätzen, dass er für uns spielt.“

Trotz der Fokusverschiebung auf die Defensive gelangen den Lilien in den Spielen gegen Paderborn (3:2) und Aue (4:1) sieben Treffer. „Wir spielen direkter, wir gewinnen unsere Zweikämpfe, die ersten und zweiten Bälle“, sagte Palsson. „Und wir machen die Tore, obwohl wir gar nicht so viele Chancen haben. Vielleicht liegt es auch daran, dass wir nicht mehr so viel nachdenken müssen.“

Von Glück und Pech wollte Palsson aber – wie auch Trainer Markus Anfang – nicht reden. Auch wenn der letzte Gegner Aue aus vier guten Chancen nur ein Tor machte: „Aue hatte an dem Tag nicht die Qualität vor dem Tor. Davor hatten wir oft nicht die Qualität in den entscheidenden Momenten. Dazu kommen noch Konzentration und Mentalität.“

„Man hat immer Chancen“ – auch gegen Deutschland

Bei der Mentalität hatte man nach dem bitteren 0:1 gegen den Karlsruher SC ebenfalls den Hebel angesetzt. Wir haben vor dem Paderborn-Spiel viel miteinander gesprochen“, sagte Palsson. „Aber ich will nicht ins Detail gehen. Das ist eine Sache zwischen uns Spielern.“

Nun liegt der Fokus auf das Spiel am Samstag bei Eintracht Braunschweig (13 Uhr) an, das hinter den Lilien in der Tabelle steht. „Das Spiel ist enorm wichtig für die Tabelle“, sagte Palsson. „Wir fahren nach Braunschweig, um zu gewinnen. Dann können wir mit einem guten Gefühl in die Länderspielpause gehen.

Für Palsson selbst gibt es allerdings keine Pause, weil er mit der isländischen Nationalmannschaft unterwegs ist. Unter anderem trifft er auch auf die deutsche Nationalelf. Deutschland ist eine Weltklassemannschaft“, sagte er. Aber als krassen Außenseiter sieht er sein Team nicht. „Man hat immer Chancen im Fußball“, sagte er und grinste erneut.

Bildquellen

  • SVD-FCN-2020-21-blog-001: Arthur Schönbein
  • KSC-SVD-blog-2020-21-001x: Arthur Schönbein

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