Von Verletzungen hat Matthias Bader diese Saison erstmal genug: ein Muskelfaserriss in der Vorbereitung, dann ein Pferdekuss und schließlich ein Bluterguss, der operativ entfernt werden musste. „Das reicht jetzt erstmal“, sagt der Außenverteidiger schmunzelnd. Gegen den Hamburger SV stand er erstmals seit dem Pokalspiel in Kiel Anfang Februar wieder in der Startelf – mit Erfolg.

„Das war ein gutes Gefühl, mal wieder auf dem Platz zu stehen“, sagt er. „Und es ging dann auch ganz gut.“ Dass seine Leistung vom „kicker“ mit der Note zwei bewertet wurde, spielte für ihn jedoch keine Rolle. „Das ist mir so was von egal“, sagt er. „Ich sehe die Noten auch meistens als quatschig an, aber das ist ein anderes Thema.“

„Müssen so schnell wie möglich nachlegen“

Ein großer Schritt sei der Sieg jedoch für die Mannschaft gewesen, auf die noch „echte Brocken“ im Saisonendspurt warten. „Ich bin froh, dass wir jetzt 35 Punkte haben und nicht mehr allzu viele fehlen für den Klassenerhalt“, sagt er. „Da müssen wir so schnell wie möglich nachlegen.“

Das Spiel beim Aufstiegsaspiranten in Hamburg sei durchaus etwas glücklich gelaufen. „Wir hatten Glück, dass der HSV aus seinen Möglichkeiten kein Tor gemacht hat und der letzte Ball bei denen oftmals nicht so genau kam.“ Umgekehrt seien die Lilien eiskalt gewesen. „Das hat gut getan, dass wir das mal waren“, sagt er. Am Ende sei es dann zwar noch etwas eng geworden, aber mit Blick auf Kampf und Wille sei der Sieg unter dem Strich verdient gewesen.

Matthias Bader kann es sich nicht erklären

Grundsätzlich hänge ein Sieg immer von vielen Kleinigkeiten ab. Beim 1:2 eine Woche zuvor gegen Düsseldorf hätten viele davon nicht funktioniert. „Auf dem Platz hat man trotzdem gemerkt, dass alle den Sieg wollten. Gegen Düsseldorf wie gegen den HSV.“

Über den bisherigen Saisonverlauf kann sich der 23-Jährige nur wundern. „Die Ergebnisse fühlen sich oft verkehrt an“, sagt er. „Viele Spiele, die wir verloren haben, hätten wir klar gewinnen können oder müssen. Andersrum haben wir Spiele gewonnen, die wir auch hätten verlieren können. Erklären kann ich mir das nicht.“

Pfeiffer fällt wochenlang aus – Skarke und Schuhen gegen Fürth fraglich

Verzichten müssen die Lilien in den kommenden Wochen auf Patric Pfeiffer. Der Innenverteidiger hatte sich im Spiel beim HSV eine Syndesmoseverletzung im rechten Fußgelenk zugezogen und war zur Halbzeitpause in der Kabine geblieben.

Flügelspieler Tim Skarke musste mit muskulären Problemen im Adduktorenbereich ausgewechselt werden. Sein Einsatz am Freitag (18.30 Uhr) gegen die SpVgg Greuther Fürth ist ebenso offen, wie der von Marcel Schuhen. Der Torhüter hatte das Spiel nach längerer Behandlungspause unter Schmerzen zu Ende gespielt und musste nach Abpfiff gestützt den Platz verlassen. Er habe muskuläre Probleme in der Wade, hieß es in der Mitteilung des Vereins.

(Aktualisierte Version mit den letzten beiden Absätzen zu Verletzten)

Bildquellen

  • FCN-SVD-2020-21-blog-016: Arthur Schönbein

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