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Ekstase am Böllenfalltor, der Traum vom Aufstieg und die eigene, nicht ganz einfache Situation – Mittelfeldspieler Fabian Schnellhardt lässt die vergangenen Spiele Revue passieren und gibt einen Ausblick, wie es weitergehen könnte.

Fabian, zwei Spiele hintereinander gewonnen, in beiden Spielen warst Du in der Startelf. Läuft – oder?

Ich glaube, es geht uns sehr gut. Der Sieg in Dresden mit dem Tor in letzter Minute war schon sehr emotional. Dass wir dann am vergangenen Freitag zu Hause innerhalb von gut sechs Minuten ein 0:2 gedreht haben, erlebt man auch nicht alle Tage. Jetzt versuchen wir, den Schwung aus den beiden Spielen mitzunehmen.

Wie hast Du die Stimmung mit den Fans am Böllenfalltor gegen Heidenheim erlebt?

Das war Ekstase pur. Die Heidenheimer haben es uns lange schwer gemacht. Und plötzlich lief es wie aus einem Guss und gefühlt jeder Schuss war drin. Natürlich genießt man es, auf dieser Euphoriewelle zu schwimmen.

Jetzt kommt Sandhausen. In der Hinrunde habt Ihr dort 6:1 gewonnen. Besteht die Gefahr, dass Ihr den Gegner unterschätzt?

Das glaube ich nicht. Sandhausen ist die zweitbeste Rückrunden-Mannschaft. Ich habe am Wochenende das Spiel gegen Hannover gesehen, das hat Sandhausen auch verdient gewonnen. Von daher werden wir die auf keinen Fall unterschätzen.

Fabian Schnellhardt, SV Darmstadt 98 - 1. FC Heidenheim

Gute Aktionen und nicht so gute – Fabian Schnellhardt und seine persönliche Bilanz der vergangenen beiden Partien

Du bist in den beiden vergangenen Spielen in die Startelf gerückt, weil erst Tobias Kempe und dann Klaus Gjasula gesperrt waren. Jetzt stehen beide wieder zur Verfügung und Dir droht die Bank. Wie gehst Du damit um?

Eigentlich ganz normal. Natürlich erhoffe ich mir, dass ich wieder in der Startelf bin. Aber im Endeffekt muss der Trainer entscheiden. Und der hat nicht nur im zentralen Mittelfeld genügend Auswahl. Von daher mache ich mir da großartig keinen Kopf. Das Wichtigste ist, dass wir als Mannschaft funktionieren. Auch wenn es vielleicht etwas abgedroschen klingt, aber da muss sich der Einzelne immer hinten anstellen. Und das funktioniert bei uns auch gut.

Wie hast Du Deine Leistung in den zwei Spielen gesehen?

Ich hatte in beiden Spielen gute Aktionen, in beiden aber auch nicht so gute. Ich hatte davor allerdings auch schon lange nicht mehr von Anfang an gespielt. Da ist es erstmal nicht so einfach. Ich habe versucht, meine Stärken einzubringen. Natürlich geht es besser. Aber wir haben zweimal gewonnen. Das ist die Hauptsache. Damit bin ich zufrieden.

Du hast ja im Winter Deinen Vertrag verlängert. Hast Du es schon bereut?

(Lacht) Auf gar keinen Fall. Natürlich ist es nie einfach, wenn man eine Zeit lang nicht so gefragt ist und wenig spielt. Aber der Trainer, die Mannschaft, der komplette Verein haben mir ein super Gefühl gegeben. Deswegen habe ich es nicht bereut. Im Gegenteil.

Ist der Aufstieg denn bei Euch ein Thema? Oder seht Ihr wirklich immer nur von Spiel zu Spiel?

Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht manchmal abends im Bett liege und denke: Wow, wir haben echt die Chance, etwas Großes zu schaffen. Aber das bringt ja nichts. Wir hatten eine schwierigere Phase. Jetzt geht es in den Endspurt. Und am Ende werden wir sehen, was dabei herumkommt. Unser Vorteil könnte sein, dass andere Mannschaften mehr oder weniger aufsteigen müssen. Zu Saisonbeginn haben wir uns nicht verrückt gemacht und gesagt: Oh Gott, wir steigen hundertprozentig ab. Genauso blöd wäre es, jetzt zu sagen, wir steigen hundertprozentig auf. Wir freuen uns, dass wir weiter bei der Musik dabei sind. Da zählen aber nur Siege. Und damit wollen wir am Freitag weitermachen.

 



Bildquellen

  • SVD-FCH-2021-22-blog-0011: Arthur Schönbein
  • SVD-FCH-2021-22-blog-0010: Arthur Schönbein

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