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Kapitän Marcel Schuhen wäre auch mit einem Punkt in Nürnberg zufrieden gewesen und räumt ein, dass man die Partie sogar hätte verlieren können. Umso glücklicher war er über den Last-Minute-Sieg, Dazu hatte der 32 Jahre alte Schlussmann selbst einen großen Teil beigetragen.  

Marcel, Glückwunsch! Kilian Corredor hat das späte Tor gemacht, aber du hast die Mannschaft vorher im Spiel gehalten. Oder wie lautet dein Fazit zum Spiel?

Gute Überschrift (lacht). Das Spiel war für mich persönlich nicht richtig zu greifen. In der ersten Halbzeit hatten wir schon Räume, aber die waren ein bisschen trügerisch. Wir haben ins Zentrum gespielt. Nürnberg hat vorverteidigt und ein bisschen auf Konter gelauert. In der zweiten Halbzeit haben sie dann aktiver probiert anzulaufen, aber nicht wirklich die Lösung gefunden. Und dann sind wir natürlich überglücklich über den späten, guten alten Lucky Punch. Wir haben die Null gehalten. Wir  hätten auch das 0:0 mitgenommen. Das kann man ganz ehrlich so sagen. Trotzdem hat Kili die Qualität, in dem Moment das Ding wegzumachen. Das war für uns heute extrem wichtig.

Es wirkte war zeitweise so wie vergangene Saison, als ihr oft Probleme gegen tief stehende Gegner hattet. In der Schlussphase hätte das sogar noch schief gehen können …

Genau, und das ist der große Unterschied zur letzten Saison. Wir ziehen das Ding 1:0 und sind clever genug, die Null zu halten. Auch die Umstellung auf Dreierkette fand ich persönlich sehr gut, um einfach nochmal Stabilität reinzubekommen. Auch davor sind wir ruhig geblieben, haben sehr viel kommuniziert und haben gute Wechsel gehabt. Die Jungs, die reingekommen sind, haben auch alles reingeworfen.

Wie hoch würdest du den Stellenwert der Defensive in der Partie bewerten?

Sehr hoch. Ich finde, man hat das wirklich gespürt, dass wir teilweise eine gewisse Ungeduld hatten. Das finde ich aber gar nicht schlimm, weil man spürt, dass wir gewinnen wollen. Die Konzentration der Jungs war wirklich sehr gut. Ich bin aber nicht zufrieden bei den zwei Standardsituationen, weil ich finde, dass die Nürnberger zu frei zum Kopfball kommen. Das schauen wir uns noch mal an.

Die beiden Standards hast du großartig pariert. Und dann gab es sogar noch eine dritte Situation .. 

Ja, da hatten wir einen Ballverlust im Aufbau. Und Nürnberg kam mit vier oder fünf Spielern gegen zwei von uns. Aus unserer Sicht schießt er glücklicherweise statt querzuspielen, wo in der Mitte drei Leute frei waren, glaube ich. Und den Schuss muss ich dann auch halten.

Sechs Punkte aus zwei Spielen. Und als nächster Gegner in der Liga kommt die Hertha, die auch für viele zu den Aufstiegsaspiranten zählt. Wohin geht die Reise? 

Wir sind froh, dass wir gut gestartet sind. Aber wir wissen die Situation genau einzuschätzen, weil das heute auch ein Spiel war, das man hätte verlieren können. Haben wir nicht. Deswegen sind wir umso glücklicher. Wir sind punktemäßig perfekt gestartet. Leistungsmäßig sind wir nicht perfekt gestartet.

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Bildquellen

  • FCN-SVD-2025-26-blog-0031: Arthur Schönbein

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