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Viel Rauch, viel Diskussionsstoff und am Ende vier Tore und drei Punkte für die Lilien – in der neuen Folge der Heinerstube sprechen Lauro, Nick, Stephan und Yaku über die Partie des SV Darmstadt 98 gegen die SpVgg Greuther Fürth. Und haben sogar einen Personalvorschlag, falls Torjäger Isac Lidberg den SV Darmstadt 98 im Winter verlassen sollte.


Mein Feedback zu Eurer letzten Folge – diesmal etwas kritischer:
Thema: Fankultur und Pyrotechnik
Ich gehe ins Stadion, um Fußball zu sehen – nicht, um ein Feuerwerk zu erleben.
Mir ist wichtig, dass Familien und Kinder einen unbeschwerten und sicheren Stadionbesuch genießen können.
Pyrotechnik ist in deutschen Fußballstadien verboten. Trotzdem wird das Verbot im Namen einer vermeintlichen „Fankultur“ immer wieder ignoriert.
Für mich handeln Ultras, die Pyrotechnik im Stadion zünden, bewusst regel- und gesetzeswidrig.
Besonders kritisch sehe ich das Verhalten eines Teils der Ultras meines Herzensvereins SVD 98: Nach 12 Minuten Schweigen – als Protest gegen verschärfte Sicherheitsmaßnahmen – beginnt man, erneut Pyrotechnik zu zünden und um sich zu werfen. Damit schadet man der eigenen Mannschaft, verstößt gegen geltende Regeln und präsentiert sich als unverbesserliche Krawallmacher, die außerhalb der Rechtsordnung agieren. Wenn ein Spieler wie Herr Adeyemi für Fehlverhalten zurecht zu einer hohen Geldstrafe verurteilt wird, sollte das umso mehr für Fans gelten, die bewusst Risiken für andere eingehen.
Ich würde mir wünschen, dass der Lilienblog hier eine klarere Haltung zeigt: Der Verein besteht aus allen Mitgliedern – nicht nur aus den Ultras. Wer sich nicht an grundlegende Regeln hält, kann nicht für sich beanspruchen, im Namen der „Fankultur“ zu handeln. Kultur kann laut, bunt, leidenschaftlich und vielfältig sein – aber niemals gefährlich für andere oder außerhalb der Rechtsordnung.
Dasselbe erwarte ich vom neuen Vorstand: Bitte stoppt diesen (vermutlich kleinen) Teil der Ultras – und zwar jetzt.
Dr. Thomas Heyn, München
Lieber Thomas Heyn,
das Thema Pyrotechnik spaltet die Fanszene. Für die Ultras gehört es zum Selbstverständnis, viele andere Stadiongänger stört es oder sie lehnen es sogar ab. Ich persönlich kann Ihrer Argumentation gut folgen.
Auch in der Heinerstuben-Besetzung gibt es zum Thema unterschiedliche Ansichten, über die wir unter anderem in der vergangenen Folge diskutiert haben. Ich sehe es allerdings nicht als unsere Aufgabe als unabhängiges Medium, hier Politik in die eine oder andere Richtung zu machen. Letztlich ist es Aufgabe des Vereins/Vorstand, sich bei diesem Thema zu positionieren. Aber da zieht man in der Regel – zumindest öffentlich – auf allen Ebenen den Schwanz ein.
Sportliche Grüße
Stephan Köhnlein
100% meine Meinung
Ich stimme da Dr. Thomas Heyn vollständig zu. Da stehen plötzlich vermummten im Block und zünden Pyros und Rauchtöpfe, nachdem sie protestiert haben. Dem Protest gegen Willkür und Kollektiv-Strafen stimme ich zu. Niemand soll für etwas bestraft werden, das er/sie nicht begangen hat. Es ist aber ebenso undemokratisch den 17.000 ungrade Zuschauern ungefragt und ungewollt, den Willen aufzudrücken und in Geiselhaft zu nehmen.
Es geht bei diesem Spiel darum, dass es verboten ist, man als Kollektiv die Repressalie einzelner umgeht. Was dann Politiker dazu veranlasst Kollektiv-Strafen aussprechen zu wollen, weil einzelne Täter nicht zu ermitteln sind. Würden Vereine wollen, dass nichts reingeschmuggelt wird, würden sie es verhindern.
Ich muss mich am Eingang jedesmal abfummeln lassen, während die Ultras fröhlich pfeifend das Tor geöffnet bekommen. So beobachtet nach dem Fan-Marsch am ersten Spieltag.
Zum Glück hat sich der blaue Nebel zugezogen, nachdem das 1:0 gefallen ist. Ich weiß nicht, wie groß die Sympathie für die Zündler ausfällt, wenn das wozu man herkommt, nicht zu sehen ist.
Ich denke, dass Abseits von Hornby ist nach Ansicht der TV-Bilder genauso unstrittig wie der Elfer. Was Klefisch ja auch zugegeben hat. Geradezu peinlich und ein journalistisches Armutszeugnis ist, dass im sport-studio die Abseits-Situation nicht mal erwähnt wurde. Unglaublich! Was die Schiri-Leistung betrifft, da bin ich in einem Punkt bei Nick, Burda hatte keine klare Linie. Mal großzügig, dann wieder kleinlich, Auf jeden Fall, und das habe ich auch schon mehrmals erwähnt, hat Nicht recht, dass englische Schiris wesentlich mehr laufen lassen. Bei uns wird fast jeder Kontakt abgepfiffen. Liegt aber auch an der teilweise lächerlichen Theatralik der Spieler, die beim kleinsten Gesichtswischer zu Boden sinken, als ob sie ein Klitschko-Schwinger getroffen hätte. In diesem Zusammenhang eine Anmerkung: Yaku, es ist absoluter Blödsinn, immer noch zu behaupten, dass man beim Basketball den Gegner nicht berühren darf. Schau dir mal NBA-Spiele an, da gehts ordentlich zur Sache. Dieses Vorurteil ist scheinbar nicht aus der Welt zu bekommen.
Kurz noch zu dem angesprochenen, möglichen Lidberg-Wechsel: Ich würde mir langsam mal mehr Gedanken darüber machen, ob nicht Hornby der attraktivere Wechsel-Kandidat sein könnte. Größer, robuster und jünger als Lidberg, extrem fleißig und inzwischen auch torgefährlich – also der passt eher auf die Insel.
Und ich möchte nicht versäumen, meinem Vornamensvetter aus München zu 100 Prozent zuzustimmen. Ich frage mich was der Pyro-Schwachsinn soll, gibts in anderen Ländern gar nicht und die Stimmung ist trotzdem gut. Reine Selbstdarstellung der Ultras, die kontraproduktiver nicht sein kann, im Hinblick auf die Vorhaben bei der IMK. Da scheint mir nicht viel Substanz zwischen den Ohren zu sein.