Nach seinem Treffer zum 3:0 über Kaiserslautern legte Kai Klefisch beim Torjubel den Finger auf seinen Mund – als wollte er seinen Kritikern signalisieren, dass sie jetzt doch bitte schweigen sollten. Denn etwas Kritik hatte es in den vergangenen Wochen an dem Führungsspieler gegeben, nachdem ihm die eine oder andere Ungenauigkeit unterlaufen war.
Dass er im Spiel gegen Hertha BSC eine Woche zuvor nur auf der Bank gesessen hatte, lag dann allerdings nicht an seiner Leistung. Vielmehr hatte ihn ein Infekt mattgesetzt. Und tatsächlich merkte man gerade im ersten Durchgang, wie sehr Klefischs Körperlichkeit den Lilien in der Zentrale fehlte, um dem Berliner Druck mehr entgegenzusetzen.
Die Pause schien ihm trotzdem gut getan zu haben. Gegen Lautern war er sehr präsent, erzielte sein erstes Saisontor, hatte die höchste Laufleistung aller Spieler und nach Nebenmann Hiroki Akiyama die zweithöchste Passgenauigkeit (->). „Ich habe immer mein Bestes gegeben“, sagte er nach dem Spiel. „Aber dass nicht immer alles funktioniert, ist auch klar. Fußball ist ein Fehlerspiel. Wichtig ist, wie man mit solchen Situationen umgeht.“ Auf die Berlin-Pause hätte er selbst gerne verzichtet. „In meinem Kopf hat das nicht gut getan“, stellte er klar. „Ich will jedes Spiel spielen.“
Konkurrenzkampf im zentralen Mittelfeld ist hoch
Allerdings hat sich die Situation im Kader etwas geändert – mit Ex-Werder-Profi Niklas Schmidt hat Klefisch kürzlich neue Konkurrenz im zentralen Mittelfeld bekommen. Auch wenn beide Spieler unterschiedliche Typen sind – Klefisch eher der Kämpfer und Antreiber, Schmidt mehr der Techniker und Dirigent – die Plätze im Team sind begrenzt. Mindestens vier Spieler – neben Klefisch, Akiyama und Schmidt noch Merveille Papela – kämpfen um die zwei Positionen auf der Doppel-Sechs.
Klefisch findet Konkurrenz nach eigener Aussage immer gut. „Wir pushen uns gegenseitig, um jede Woche unsere Leistung zu bringen und alles zu geben“, sagte er. Schmidt sei ein überragender Spieler, das habe er immer wieder gezeigt. Aber egal wer am Ende spiele: „Ganz oben steht das Team. Das ist das Wichtigste.“
In der Tabelle stehen die Lilien derzeit auch ganz oben. „Eine sehr schöne Momentaufnahme“, sagte Klefisch – um dann gleich wieder den Blick auf den nächsten Gegner Braunschweig zu richten. „Wir gehen das an, wie wir alles angehen: Mit dem obersten Credo, dass wir gewinnen wollen.“
(aktualisierte Version, Details zum Berlin-Spiel ergänzt)
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Bildquellen
- SVD-fcn-2025-26-blog-0002: Arthur Schönbein


Kai ist ein super Typ !
Fein, dass er alle mundtot gemacht hat.😁
Klefisch ist der Stabilisator in der Mannschaft.
In Berlin war es eindeutig, als er gefehlt hat.
Super sinnlos.
Dieselben Leute (waren das überhaupt die Kritiker?) sollen in der nächsten Situation dann wieder unterstützen oder müssen die dann auch noch schweigen? Mit Leistung macht man sich Freunde im Fußball, mit so Aktionen nicht.
Was soll denn der Spruch?
Man kann ja mal zum Nachdenken kommen, denn es wurde nicht nur konstruktive Kritik geäußert. Destruktives trifft Spieler und die müssen befreit und nicht verunsichert aufs Spielfeld kommen.
Die Kritikaster braucht keiner, die können ruhig auch schweigen, wenn andere unterstützen!
Und wer hat das geäußert? Die Leute in N1, die sich gerade über das das Tor freuten? Ist doch Quatsch, da den Schweigefuchs zu machen.
Lasst uns doch noch einen Fanabend machen und besprechen, welche Emotionen die Fans zeigen dürfen und welche nicht.