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Klefisch und sein Gruß an die Kritiker

Kai Klefisch, SV Darmstadt 98

Kai Klefisch, SV Darmstadt 98

Nach seinem Treffer zum 3:0 über Kaiserslautern legte Kai Klefisch beim Torjubel den Finger auf seinen Mund – als wollte er seinen Kritikern signalisieren, dass sie jetzt doch bitte schweigen sollten. Denn etwas Kritik hatte es in den vergangenen Wochen an dem Führungsspieler gegeben, nachdem ihm die eine oder andere Ungenauigkeit unterlaufen war.

Dass er im Spiel gegen Hertha BSC eine Woche zuvor nur auf der Bank gesessen hatte, lag dann allerdings nicht an seiner Leistung. Vielmehr hatte ihn ein Infekt mattgesetzt. Und tatsächlich merkte man gerade im ersten Durchgang, wie sehr Klefischs Körperlichkeit den Lilien in der Zentrale fehlte, um dem Berliner Druck mehr entgegenzusetzen.

Die Pause schien ihm trotzdem gut getan zu haben. Gegen Lautern war er sehr präsent, erzielte sein erstes Saisontor, hatte die höchste Laufleistung aller Spieler und nach Nebenmann Hiroki Akiyama die zweithöchste Passgenauigkeit (->). „Ich habe immer mein Bestes gegeben“, sagte er nach dem Spiel. „Aber dass nicht immer alles funktioniert, ist auch klar. Fußball ist ein Fehlerspiel. Wichtig ist, wie man mit solchen Situationen umgeht.“ Auf die Berlin-Pause hätte er selbst gerne verzichtet. „In meinem Kopf hat das nicht gut getan“, stellte er klar. „Ich will jedes Spiel spielen.“

Konkurrenzkampf im zentralen Mittelfeld ist hoch

Allerdings hat sich die Situation im Kader etwas geändert – mit Ex-Werder-Profi Niklas Schmidt hat Klefisch kürzlich neue Konkurrenz im zentralen Mittelfeld bekommen. Auch wenn beide Spieler unterschiedliche Typen sind – Klefisch eher der Kämpfer und Antreiber, Schmidt mehr der Techniker und Dirigent – die Plätze im Team sind begrenzt. Mindestens vier Spieler – neben Klefisch, Akiyama und Schmidt noch Merveille Papela – kämpfen um die zwei Positionen auf der Doppel-Sechs.

Klefisch findet Konkurrenz nach eigener Aussage immer gut. „Wir pushen uns gegenseitig, um jede Woche unsere Leistung zu bringen und alles zu geben“, sagte er. Schmidt sei ein überragender Spieler, das habe er immer wieder gezeigt. Aber egal wer am Ende spiele: „Ganz oben steht das Team. Das ist das Wichtigste.“

In der Tabelle stehen die Lilien derzeit auch ganz oben. „Eine sehr schöne Momentaufnahme“, sagte Klefisch – um dann gleich wieder den Blick auf den nächsten Gegner Braunschweig zu richten. „Wir gehen das an, wie wir alles angehen: Mit dem obersten Credo, dass wir gewinnen wollen.“

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Bildquellen

  • SVD-fcn-2025-26-blog-0002: Arthur Schönbein
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