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Nach der massiven Kritik am Unparteiischen Lars Erbst beim Spiel des SV Darmstadt 98 gegen Dynamo Dresden hat sich die Schiedsrichter-Organisation von DFB und DFL eingeschaltet. Der frühere Fifa-Referee Marco Fritz, Leiter Regelauslegung und Evaluation der DFB Schiri GmbH, stellte klar, dass die beiden strittigen Szenen – wie auch geschehen – unterschiedlich zu bewerten seien 

Zudem widersprach Fritz in einem weiteren Punkt explizit Lilien-Coach Florian Kohfeldt. Die ursprüngliche Erklärung von Fritz gegenüber dem kicker liegt dem Lilienblog im Original-Wortlaut vor (Die Kritik von Kohfeldt und Keeper Marcel Schuhen gibt es hier ->).

Keineswegs identisch

Fritz erklärte, die Szenen in der 7. und der 42. Minuten „muten auf den ersten Blick ähnlich an, sie sind jedoch keineswegs identisch“. Beim Foulspiel des Dresdners Thomas Keller an Isac Lidberg „hatte der Angreifer keine Ballkontrolle, zudem ist nicht auszuschließen, dass der Dresdner Torwart vor Lidberg an den Ball gekommen wäre“.

Beim Foulspiel von Lilien-Innenverteidiger Patric Pfeiffer an Ben Bobzien habe der Dresdner Stürmer die Ballkontrolle gehabt. „Auch wenn er nicht in einer ganz zentralen Position war, hätte er ohne das Foul innerhalb kürzester Zeit aus aussichtsreicher Position anschließen (sic!) können.“ Deshalb sei es nachvollziehbar, dass der Schiedsrichter in diesen beiden Situationen unterschiedliche persönliche Strafen ausgesprochen habe.

Außerhalb des Strafraums immer Rot

Ausdrücklich widersprach Fritz in diesem Zusammenhang der Äußerung Lilien-Coach Florian Kohfeldt. Der hatte über die gelbe Karte für Keller gesagt, dass den Trainern immer gesagt werde, Halten sei viel schlimmer, als wenn die Aktion zum Ball gehe. „Wenn eine offensichtliche Torchance durch ein Foulspiel vereitelt wird, ist es hinsichtlich der persönlichen Strafe nur innerhalb des Strafraums relevant, ob das Vergehen im Kampf um den Ball begangen wurde oder nicht“, stellte Fritz klar.

Außerhalb des Strafraums ziehe eine Notbremse immer eine Rote Karte nach sich, selbst wenn sich der Verteidiger zum Ball orientiert habe. Diese Regelung gelte seit 2016 und sei seitdem immer wieder auch auf den Regelschulungen bei den Klubs vor der Saison gelehrt worden, sagte Fritz.

Die DFB Schiri GmbH ist eine Tochtergesellschaft von DFB und der DFL Deutsche Fußball Liga, deren Hauptaufgabe darin beseht, die Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter im deutschen Profifußball zu organisieren und zu betreuen.

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Bildquellen

  • sgd-SVD-2025-26-blog-0006: Arthur Schönbein

18 Kommentare

  • Matthias sagt:

    Wie immer in den letzten Wochen und Monaten…..Ausflüchte, wilde Interpretationen (der Torwart hätte den Ball noch kriegen können, was ein Witz). Immer wieder wird bei offensichtlichen schlechten Leistungen der Schiris alles schöngeredet, und da red ich jetzt nicht explizit von Lilien Spielen. Was in letzter Zeit in den Bundesligen an Schiedsrichter Leistungen angeboten wird, ist teils bodenlos und in der Menge an wöchentlichen Fehlentscheidungen auch einfach nicht akzeptabel. Und dann schickt man Knut Kircher auf Marketingtour durch die Sportsendungen, mit inhaltlich völlig belanglosen Aussagen. Das ist einfach schwach.

  • Guido R sagt:

    Ich kann mich glaube ich nur an eine Diskussion erinnern (und weiß auch nicht mehr, um welches Spiel oder welchen Schiri es ging), wo die sehr freundliche Aussage in Richtung „nicht optimal gelöst“ ging, wohlgemerkt nicht „Fehler“ oder ähnlich.
    Ich habe in diese GmbH nur sehr bedingtes Vertrauen, da ich nicht den Eindruck habe, dass immer alles wirklich korrekt ist – es aber immer irgendwie so argumentiert wird, als wäre es so. Wenn am Ende ohnehin anscheinend -soweit ich es mitkriege – ein „alles richtig“ kommt, leidet eben auch die Glaubwürdigkeit. Schiris und VAR sind auch nur Menschen – da sollen quasi nie echte Fehler passieren…?

    • Stephan Köhnlein sagt:

      Natürlich wird sich die Organisation nicht hinstellen und ihre eigenen Leute in die Pfanne hauen. Wichtig ist aus meiner Sicht zumindest, dass Ex-Fifa-Schiedsrichter Fritz Kohfeldts nicht optimal gelöste 🙂 Aussage zum Halten klargestellt hat. Die Einordnung der beiden Szenen bleibt aber auch für mich diskutabel.

  • Frank Hofmann sagt:

    Mit dieser offiziellen Pressemitteilung der Schiedsrichter GmbH (es wäre interessant zu erfahren wie deren Shareholder Value aussieht) wo man bewusst einen FIFA Schiri vorschiebt, um möglichst eine gute PR show abzuliefern, haben sie sich endgültig im DFB diskreditiert! Der derzeitige DFB ist eine in sich zerfressene „mafiaähnliche“ Organisation aus Filz und Vetternwirtschaft. Die angehangene DFL ist defacto nur dessen Geldeinsammelmaschine und „Wettbüro“ der anderen art von Konzernen und steinreicher Privatleute. Das viele Geld lässt diese Funktionäre „durchdrehen“. Insbesondere die internationalen Wettbüros haben am Freitag Millionen USD in illegalen und legalen Spielstätten dank DFB umgesetzt. Ich sage das nicht weil ich jetzt Fan der 98er bin, sondern weil das nicht das erste mal so ist und auch leider in Zukunft weiter sein wird. der Fehler war ein „Greenhorn“ für so ein Spiel zu nominieren. Oder war es eine Konzessionsentscheidung Krawalle unbedingt zu verhindern? Sind ja nur die kleinen 98er und die dürfen gerne 2. Liga, damit die SGE mit ihrem angeschlossenen Bankenviertel niemals gefährdet wird? Und noch was.

  • Harald Finger sagt:

    …was sollen sie denn auch anderes sagen?

  • Manfred sagt:

    Für mich ist das Zugeben eines Fehlers eine Stärke, keine Schwäche. Deshalb verstehe ich die Ausflüchte nicht, da auch ich sie für Ausflüchte halte!

    Wie aber soll ich die Aussage im Artikel verstehen: „Außerhalb des Strafraums ziehe eine Notbremse immer eine Rote Karte nach sich, selbst wenn sich der Verteidiger zum Ball orientiert habe.“ – Für mich kommt das Halten mit dem Sturz von Isac einer Notbremse gleich! Das kann man m. E. nicht mit noch nicht erfolgter Ballkontrolle wegdiskutieren! In anderen Situationen warten sie ab, um sie vollständig beurteilen zu können! Hier nicht!

    Vieles wird ja doch unterschiedlich gehandhabt, wie z. B. das Heben der Fahne bei Abseits. Ein Linienrichter hebt die Fahne sofort, ein anderer wartet ab. etc.

  • Raininho sagt:

    Wenn sie es dann immer so entscheiden würden.
    „Der dredner Spieler hatte die Kontrolle“, und Akiyama zwei Holzbeine, oder was?!
    Und das kann der Schiri im Milisekunden alles sehen und bewerten? Ja, bin sicher so wird es gewesen sein.
    Ich erinnere mich an die rote gegen Othmane so zirka an der Mittellinie. Da hätte auch die Chance bestanden, dass Schuh zuerst an den Ball gekommen wäre.
    An jeder Spielregel so viel Spielraum, dass man zu jeder Entscheidung kommen kann, die man gerade braucht (als nachträgliche Erklärung).

  • Arnd Tremel sagt:

    War doch klar, dass sie keinen Fehler zugeben und ihre Hoheiten von Schiedsrichtern schützen und decken.
    Sie wollen einfach Vereine wie die Lilien, Elversberg oder Paderborn mit ihren kleinen Stadien nicht in der Bunfesliga haben, schon aus Zweck des Komerz umd Vermarktung der
    Bundesliga, lieber dafür verschuldete schlecht
    witschaftende Clubs wie Schalke, Hertha , Düsseldorf, Kaiserslautern oder fremd finanzierte Clubs mit Investoren wie Hannover mit Kind, die ståndig Gelder zugesteckt bekommen.
    Einen Fehler oder unglückliche Entscheidungen zuzugeben wäre Seitens DFB, DFL oder Schiedsrichterobmann mal ein positives Zeichen in die andere Richtung.
    Für mich nicht aus Sicht als Lilienfan, sondern neutral gesehen ohne Vereinsbrille entweder beide gelb oder beide rot Ende.
    Zumal ich bezweifele, dass Dresdens Tohüteren einen in Tempo heran rennenden Lidberg hätte ablaufen können. Spekulativ von Herrn Fritz, auf der anderen Seite bei Pfeiffers Aktion befand sich Akiyama sprintend auf den Weg den Dresdner Stürmer zu stellen und zu dem noch Maglica hätte eingreifen können. Lidberg hingegen war alleine auf dem Weg zum Tor ohne in det Nähe befindliche Dresdner Feldspieler.
    Ich jedenfalls finde diese gefällten Entscheidungen äusserst fragwürdig und mysteriös. LG

    • Raininho sagt:

      An die Hidden Agenda keine kleinen Vereine in der BuLi sehen zu wollen, glaube ich nicht. Im aktuellen Fall hatte ich den Eindruck der Schiri hat sich nicht getraut dem Dresdner im eigenen Stadion so früh die rote Karte zu zeigen. Er hätte dann sehr lange 29.100 angezündete Heimfans gegen sich gehabt. Dafür hat er FloKo angezündet, der die Entscheidung kritisiert hat. Erbst hat ihm dann gezeigt, wer das Sagen auf dem Platz hat.
      Der andere Aspekt ist allerdings, dass es sicherlich einen Unterschied macht, ob ein Uli Hoeneß oder ein Markus Pfitzner, der er wahrscheinlich nichtmal kennt, nach dem Spiel das Gespräch mit dir sucht.

  • Jürgen sagt:

    Mein Eindruck ist, dass der VAR die Schiris versaut. Von denen hat in den ersten Ligen doch keiner mehr einen A… in der Hose. Bei einer klaren Fehlentscheidung habe ich ja den VAR. Solange der nicht eingreift, habe ich nichts grob falsch gemacht. Qualitätssicherung sieht anders aus. Was dabei rauskommt, kann man u.a. im DFB Pokal sehen, wo es den VAR erst ganz am Ende gibt. Respekt vor den Schiris in den Amateurklassen.

  • Klaus Schwinn sagt:

    „Zeige einem schlauen Menschen einen Fehler und er wird sich bedanken. Zeige einem dummen Menschen einen Fehler und er wird dich beleidigen. (Abraham Lincoln).“ Beleidigt hat Marco Fritz niemanden, aber für dumm verkauft schon. Die Zunft der Schiedsrichter in den deutschen Profiligen wird leider immer schlechter, auch weil deutlich die Unfähigkeit zur Selbstkritik erkennbar ist. Jetzt gehen mit Aytekin, Welz und Willenborg noch drei der Besten, die es von früher gewohnt waren, ohne VAR eigenständig Entscheidungen zu treffen. Das lässt für die Zukunft nichts Gutes ahnen, wenn die VAR-Assistenten auf dem Rasen die Pfeife übernehmen. Einen Lerneffekt auslösen könnte vielleicht so etwas wie ein Auslandssemester oder Praktikum: englische Schiedsrichter zeitweise in deutsche Ligen, deutsche Schiedsrichter in englische. Dem deutschen Fußball würde das sicher gut tun, aber ob die englischen Clubs das wirklich goutieren würden darf bezweifelt werden.

  • J.W.69 sagt:

    Also in der Zusammenfassung der Sportschau wird auch gesagt dass das Foul gegen Lidberg Rot hätte geben müssen .Beim Foul von Pfeiffer schaut der Schiedsrichter bevor er Rot zieht richtung Seitenlinie .

  • Katze vom Bosporus sagt:

    Natürlich wollen sie lieber die großen in der 1.Bundesliga haben.
    Ich habe schon sehr lange das Gefühl, dass immer wenn die Lilien einigermaßen oben mitspielen, die Schiri Entscheidungen unterirdisch sind. Mich kotzen diese Phrasen an wie,, der Torwart hätte noch, Spieler hatte Ballkontrolle der andere nicht.
    Man wird verschaukelt, ganz einfach.
    Am Bosporus hätte der Schiri ein ernstes Problem gehabt, 🤣🤣 dort sind sie etwas heißblütiger😀😀.
    Mehr möchte ich nicht mehr dazu sagen bzw schreiben. Der Tag ist so schön und ich möchte mich heute nicht noch nachträglich ärgern.
    Das nächste Spiel wird auch sehr schwer.
    Liebe Grüße an alle Lilienfans. Kopf hoch, man hat bis jetzt mehr erreicht, als viele sich erhofft hatten.

  • MAX1898 sagt:

    Von der DFB Schiri GmbH hätte ich jetzt auch keine andere Antwort erwartet. Natürlich wollen die auch ihre Schiris schützen und ihnen nicht noch eine Zielscheibe aufs Kreuz malen.

    Aber so ein bisschen Selbstkritik wäre da mittlerweile einfach auch mal angebracht. Beginnend mit der Frage, warum ein so unerfahrener Schiri ein solches Spiel pfeifen muss. Da kann der Schiri erstmal nicht direkt etwas für. Das ist einfach eine Frage der Einsatzplanung von Seite der Schiri GmbH. Ist doch klar, dass der bei einem Heimspiel, vor dieser Kulisse, in der 7. Minute keine rote Karte an das Heimteam verteilt. Da fehlt sowohl Erfahrung aber auch der Mut eine solche Entscheidung zu treffen.
    Zusätzlich sollte mal an dem Thema gearbeitet werden, dass es doch einige Schiris gibt, die sich aufgrund getroffener Entscheidung dann bei Gegenwind persönlich angegriffen fühlen. Siehe den Schiri im Heimspiel gegen die Fortuna. Das darf einer neutralen Person einfach nicht passieren.
    Ich würde mir wünschen, dass auch die Schiedsrichter mal aufgrund ihrer Leistung bewertet werden würden. Und das dies kein Tabu-Thema ist. Beispielsweise würden mich zum Beispiel mal die Kriterien für den Einsatz eines Schiedsrichters interessieren. Also warum wurde bei diesem Spiel ein Schiri mit gerade mal 24 Einsätzen in der 2. Bundesliga angesetzt? Warum wurde nicht Schiri xy eingesetzt mit mehr Erfahrung? Da fehlt einfach auch die Transparenz.

  • Michael Hohenstein sagt:

    Wenn die Theorie über die Praxis herrscht… Man kann Alles schönreden – leider nicht nur im Fussball so.

  • Udo D. sagt:

    Dann lieber keine Stellungnahme als ein solches Statement. Letztlich gilt auch hier der Satz: Eine Krähe hackt …
    Die Begründung ist inhaltlich auch nicht wirklich überzeugend und dient doch letztlich nur dazu, den Schiedsrichter in Schutz zu nehmen. Wieso kann man im Nachhinein nicht einfach zugeben, möglicherweise nicht richtig entschieden zu haben?

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