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Dass Fabian Holland gegen Magdeburg in der Startelf des SV Darmstadt 98 stand, kam etwas überraschend. Bei Fabian Nürnberger reichte die Luft nach seiner Verletzung noch nicht für 90 Minuten und dann verletzte sich auch noch Winterneuzugang Raoul Petretta im Abschlusstraining am Oberschenkel. So kam der Routinier zu seinem dritten Startelfeinsatz in der Rückrunde. Ob über diese Saison hinaus noch weitere Einsätze folgen werden, ist allerdings fraglich. Gut möglich, dass für den Defensivspieler, der im Juli 36 Jahre alt wird, die Zeit am Böllenfalltor nach zwölf Jahren zu Ende geht.

„Dazu kann ich noch nichts sagen, weiß ich wirklich nicht“, antwortete Holland auf die Frage, ob er sich denn mit den Lilien auf seiner Abschiedstour durch die Liga befinde. Trainer Florian Kohfeldt sprach davon, dass er Holland in den „letzten Wochen“ gerne noch auf seiner eigentlichen Stammposition auf der Sechs sehen würde, wo man ihn auch gegen Magdeburg gut hätte gebrauchen können. Auf Nachfrage stellte der Coach jedoch klar: „Meines Wissens ist noch keine Entscheidung gefallen. Ich glaube, ich wüsste das.“

Geschwindigkeitsdefizite als Problem

Tatsache ist, dass sich Holland im Herbst seiner Karriere befindet. Augenfällig sind auch seine fehlende Geschwindigkeit, schon immer ein gewisses Problem, das sich mit zunehmendem Alter noch verschärft Deswegen stellte Kohfeldt Holland gegen den schnellen Magdeburger Rayan Ghrieb auch nicht auf die Linksverteidigerposition. Stattdessen beorderte der Coach ihn auf die linke Position in der Dreierkette, während Luca Marseiler als linker Wingback in die Laufduelle mit Ghrieb ging. „Natürlich ist ein Geschwindigkeitsdefizit da. Und da musst du halt mannschaftstaktisch ein bisschen anders lösen“, erklärte Kohfeldt den Schachzug.

Tatsächlich zeigte Holland eine ordentliche Leistung in der Defensive, bewies ein gutes Auge und Stellungsspiel und blockte mehrfach Magdeburger Torschussversuche. Nach vorne ging bei ihm allerdings – wie auch beim Rest der Mannschaft – relativ wenig. Immerhin blieben die Lilien mit Holland jedoch ohne Gegentor. Nach einer knappen Stunde hatte er Feierabend, für ihn kam Fabian Nürnberger, der mit Eigentor, Großchance und Ausgleichstreffer der auffälligste Mann auf dem Platz wurde.

Nürnberger kaum zu halten – Was passiert auf links?

Auch an Nürnberger hängt die Zukunft Hollands. Der Vertrag des bulgarischen Nationalspielers läuft aus, er wird höchstens zu halten sein, wenn die Lilien den Bundesliga-Aufstieg schaffen. Dass Holland auf der linken Außenbahn in der Bundesliga noch mithalten kann, ist aber ohnehin fraglich. Mit dem 28 Jahre alten Petretta haben die Lilien im Winter für diese Position nachgelegt. Zudem gibt es noch Leon Klassen, der im Winter zum Grazer AK verliehen wurde und dort ordentliche Leistungen zeigt.

Bliebe also vielleicht noch die Doppel-Sechs, wobei die Lilien dort aktuell auch gut besetzt sind. Hollands Wert liegt zudem nicht nur auf dem Platz, sondern auch in der Kabine, wo er ein wesentlicher Faktor für Zusammenhalt und Teamgeist ist. Das allein wird jedoch nicht reichen, um ihm einen neuen Vertrag zu bescheren.

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Bildquellen

  • fcm-SVD2025-26-blog-0054: Arthur Schönbein

3 Kommentare

  • Udo D, sagt:

    Bei allen unbestreitbaren Verdiensten von Fabian Holland, einer echten Lilien-Vereinslegende, kann es am Ende der Saison nur heißen, dass sich die sportlichen Wege trennen. Und dabei spielt es keine Rolle, ob die Lilien möglicherweise den Aufstieg schaffen oder in der 2. Bundesliga bleiben. Holland kann sportlich nicht mehr mithalten. Da haben wir inzwischen einfach bessere Spieler, das ist der ganz normale Lauf der Dinge.

    • Bernd Holzapfel sagt:

      Ich gehe komplett konform: Es ist zwar sehr schade, jedoch ist er über seinen Zenit hinaus und kann sportlich nicht mehr (richtig) mithalten.

  • Frank Hofmann sagt:

    Holland ist nun mal kein CR7 Typus.

    btw. was macht eigentlich Tobi Kempe?

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