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Nach dem Testspiel am Samstag schlenderte Meldin Dreskovic entspannt über den Platz der SG Arheilgen zum Wagen mit den Fanutensilien des SV Darmstadt 98, posierte mit ein paar Lilien-Fans – und lächelte. Und dazu hatte der dreimalige montenegrinische Nationalspieler auch allen Grund.

Neben Torhüter Benedikt Börner hatte Dreskovic als einziger Lilien-Spieler die komplette Partie absolviert. „Das ist ein Moment, mal ein Sonderlob zu verteilen“, sagte Trainer Florian Kohfeldt. Eigentlich hätte Max Pfister durchspielen sollen, doch der erhielt einen Schlag auf den Fuß. „Dann hat Meldin sofort gesagt: Hey, ich kann, kein Problem.“ Von der Innenverteidigung rückte er auf die ungewohnte Sechser-Position, erzielte dort sogar ein Tor beim 12:0 der Lilien über den Gruppenligisten.

„Das Schönste ist: Er lacht“

Bislang galt Dreskovic als Streichkandidat. Im Winter 2025 war er aus Ungarn ans Böllenfalltor gekommen. In der anschließenden Rückrunde kam er trotz zeitweise großer Personalnot auf gerade einmal zwei Kurzeinsätze, wirkte im Team immer sehr ernst und bisweilen wie ein Fremdkörper. In der Hinrunde der vergangenen Saison war er komplett außen vor, so dass man sich im Winter für eine Leihe nach Ungarn entschied.

Bei Erstligist Nyíregyháza Spartacus spielte er wieder regelmäßig, erzielte bei seinen 14 Einsätzen sogar ein Tor, legte zwei weitere auf und schloss die Saison mit seinem Team als Tabellenachter ab. „Meldin ist ganz anders wiedergekommen“, sagte Kohfeldt. „Ich bin ganz ehrlich: Das überrascht mich ein bisschen. Wir hatten nicht damit gerechnet, dass er so einen Schritt nach vorne macht“. Aber der Spieler habe sich nicht nur sportlich entwickelt: „Das Schönste ist: Er lacht, er ist frei. Es ist toll, wie er sich momentan präsentiert.“

Meldin Dreskovic, SV Darmstadt 98

Meldin Dreskovic, SV Darmstadt 98

Will-Nachfolge: „Da werden wir noch etwas machen“

Inwieweit all das seine Chancen auf einen Verbleib in Darmstadt erhöht, ist allerdings offen. Derzeit haben die Lilien sechs gelernte Innenverteidiger im Kader – zu viele, wie Sportdirektor Paul Fernie bereits beim Trainingsauftakt in Winterkasten signalisiert hatte. Auch wenn Matej Maglica den Verein verlassen sollte, was ziemlich wahrscheinlich ist (siehe Lilienblog-Analyse ->), wären es noch fünf Spieler für zwei Positionen.

Kohfeldt wollte sich in diesem Zusammenhang nicht auf eine Prognose einlassen. „Wer? Was? Wie? Lasst uns mal die Vorbereitung spielen und schauen. Ich werde ein paar Dinge ausprobieren und im Training sehr genau beobachten. Es gibt kaum festgefahrene Rollen in der Mannschaft“, stellte der Chefcoach klar. Eine Sache steht für ihn jedoch fest. Als Ersatz für den nach Fürth abgewanderten Paul Will auf der Sechser-Position ist Dreskovic derzeit nicht eingeplant. „Da werden wir noch etwas machen auf der Position“, kündigte er an.

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Bildquellen

  • SGA-SVD2026-27-blog-0037: Arthur Schönbein
  • SGA-SVD2026-27-blog-0006: Arthur Schönbein

Ein Kommentar

  • Arnd Tremel sagt:

    Freut mich für ihn..
    Vielleicht bekommt er in neuer Rolle eine Chance von FoKo, wenn er einiges testen oder ausprobieren will in der Vorbereitungsphase.

    RV z.B. kann oder hat Dreskovic auch schon gespielt.

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