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Ohne den in Aussicht gestellten neuen Sechser ist der SV Darmstadt 98 am Sonntag ins einwöchige Trainingslager in Bad Wörishofen gefahren. Sportdirektor Paul Fernie hatte sich vor dem Testspiel in Fehlheim am Samstag vor einer Woche noch zuversichtlich gezeigt, dass er innerhalb weniger Tage einen Nachfolger für den nach Fürth abgewanderten Paul Will präsentieren könne.

Unter der Woche musste Fernie dann jedoch zunächst relativ kurzfristig einen Links- und einen Rechtsverteidiger verpflichten. Sowohl Florian Kleinhansl als auch Christopher Lannert sind nun im Trainingslager dabei, ebenso Linksverteidiger Raoul Petretta, der nach seinen Knieproblemen vorsichtig wieder herangeführt werden sollte. Auch Meldin Dreskovic und Kai Klefisch, die beim Testspiel in Walldorf am Freitag krank gefehlt hatten, sind mitgereist.

Zwei Langzeitverletzte sind dabei – Lopez fehlt

Ebenfalls mit im Allgäu dabei sind die zwei Langzeitverletzten Luca Marseiler und Fabian Nürnberger. Marseiler wird erst im Winter im Mannschaftstraining zurückerwartet. Bei Nürnberg wird es voraussichtlich bis zur Länderspielpause im September dauern, ehe er wieder angreifen kann.

Nicht dabei war wie erwartet Rechtsverteidiger Sergio Lopez, der vor einem Wechsel zu einem Verein in seiner spanischen Heimat steht. Auch Mittelfeldspieler Tom Steineck fehlte im Kader, obwohl er beim Test in Walldorf eine gute Leistung gezeigt hatte. Gut möglich, dass der oben genannte erwartete Mittelfeldspieler im Trainingslager noch zum Team stößt. Ebenfalls nicht mit in Bad Wörishofen ist Abwehrspieler Max Pfister, der am Freitag nicht in Walldorf zum Einsatz kam und vorerst bei der U21 bleibt.

Kohfeldt: Als Gruppe zusammenfinden und Rollen verteilen

Trainer Florian Kohfeldt hatte nach dem Test in Walldorf erklärt, es gehe in der kommenden Woche im Allgäu darum, dass die Mannschaft als Gruppe zusammenfinde. „Wir hatten bislang eine sehr offene Vorbereitung, wo wir als Trainerteam in Absprache mit Paul genau wussten, dass wir noch viel Fluktuation haben werden bis jetzt.“ Es werde nun viele Gespräche geben mit einzelnen Spielern. „Wir werden anfangen, Rollen mehr zu verteilen – ohne sie komplett fest zu zementieren.“

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Bildquellen

  • SVD-h96-2025-26-blog-0002: Arthur Schönbein

11 Kommentare

  • Chris sagt:

    Finde ich erstmal nicht schlimm. Das Steineck nicht dabei ist zeigt doch, man rechnet zeitnah mit dem Eintreffen. Hätte ich aber drauf verzichten können, wenn der neue Stürmer schon dabei gewesen wäre. So warten wir halt auf den Ausbruch von Lakenmacher, oder das Dujvestijn ganz vorne funktioniert, obwohl er vermutlich dahinter gebraucht wird. Beides nicht ideal.

  • Jonas sagt:

    Wie siehts aus bei Merx und Braun?

  • Udo D. sagt:

    Rollen verteilen – das ist bei mir inzwischen negativ besetzt. Der Ansatz ist bei der Nationalmannschaft mit Nagelsmann kläglich gescheitert. Entscheidend sollte doch letztlich die aktuelle Form sein, nicht eine (angedachte) Rolle, die vor der Saison jedem Spieler zugewiesen wird. Ich kann damit nix anfangen.

  • Jochen-Martin Spengler sagt:

    Es ist zwar möglicherweise nützlich – und vor allem modern, wenn der Chef(-Trainer) Rollen verteilt. So funktioniert es zumindest beim Film oder im Theater. Meistens. In Sachen Fußball finde ich persönlich den Ansatz besser, aufmerksam darauf zu schauen, wer sich für welche Rolle empfiehlt und die Rollenverteilung entstehen zu lassen. Natürlich braucht es den Chef, der entscheidet, wer auf dem Platz steht und wer erst einmal eine Nebenrolle spielt – in unserem Fall Florian Kohfeld.
    Aber Rollen vor Saisonbeginn zu verteilen kann tatsächlich kontraproduktiv sein, wenn Spieler mit Hauptrollen ihrer Rolle sicher sein können – und Spieler mit Nebenrollen dann leider auch. Mich würde das als Nebenrolleninhaber entweder anstacheln – oder so sehr deprimieren, das ich in meiner Rolle einschlummere.
    Außerdem: Noch ergiebiger, als Rollen zu spielen, ist vielleicht, authentisch und man selbst zu sein.
    Und dann einfach zu schauen, ob es für die Startelf reicht oder für eine Einwechslung – oder für die Bank oder die Tribüne.
    Warum Rollen jor der Saison festlegen?
    Verstehe ich nicht.
    Aber ich bin auch kein Fußballtrainer.

  • achtundneunzig sagt:

    Kann mir bitte jemand erklären, was FloKo unter diesen „Rollen“ versteht? Ich vermute, es geht nicht um Spielpositionen?

    • Jonas sagt:

      Wer soll Führungsspieler sein, wer ist eher als Backup eingeplant, wer soll die Startelfspieler Angreifen. Solche Dinge eben. Und mit Sicherheit eben auch sowas wie bei Milian Herbst, dass man ihn eine Position zurück zieht, weil man ihn dort besser sieht.

    • achtundneunzig sagt:

      Okay, ich habe recherchiert: Unter Rollen versteht FloKo die Aufgabe/das Verhalten des Spielers (technisch und taktisch) innerhalb des Spielsystems. Also wer besetzt welche Räume und wann, wer hat welche Laufwege im Umschaltspiel, etc.. Das ist doch genau das, was wir auch als Fan sehen wollen, dass die Spieler ein Verständnis dafür entwickeln, was der andere macht und wie er in bestimmten Situationen reagiert? Siehe auch Punkt 1 Flexibilität https://www.sv98.de/die-5-saeulen-der-hinrunde/

      • Jonas sagt:

        Achso, dann nevermind. Hab ich wohl von Nagelsmann auf Kohfeldt übertragen

      • Stephan Köhnlein sagt:

        Aber es funktioniert ja auch nicht alles blind, aus Intuition oder weil es sich irgendwie entwickelt. Für Pressing und Abseitsfalle muss zum Beispiel jemand das entsprechende Kommando geben.

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