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Anfang April spielte Christopher Lannert mit Arminia Bielefeld gegen den SV Darmstadt 98. Die Lilien zeigten eines ihrer schwächsten Saisonspiele, verloren trotz Führung 1:2 gegen den Abstiegskandidaten. Lannert zeigte damals als Rechtsverteidiger eine starke Partie, leitete den Siegtreffer mit ein. Einen wie ihn können die Lilien also gut brauchen – auch angesichts der Tatsache, dass Sergio Lopez als bisheriger Stamm-Rechtsverteidiger den Verein verlassen hat und Matthias Bader weiter nicht mit der Mannschaft trainieren kann.

Die Partie mit Bielefeld gegen die schwachen Lilien will der 28 Jahre alte Lannert jedoch nicht überbewerten. „Ich habe genug andere Spiele von Darmstadt gesehen, so dass ich dann schon einschätzen konnte, dass es gegen uns nicht der beste Tag war“, sagt er. „Mir war bewusst, dass mehr in der Mannschaft steckt.“

Den Ausschlag für den Wechsel hätten zum einen die Gespräche mit den Verantwortlichen in Darmstadt gegeben, zum anderen auch das, was er auch von Bielefeld aus wahrgenommen habe: dass der Verein seit vielen Jahren sehr stabil sei und in Darmstadt sehr gute Arbeit geleistet werde. „Für mich war dann einfach nochmal der Reiz da war, etwas Neues zu machen, noch mal ein neues Umfeld zu sehen.“

Ex-Mitspieler Marseiler und Lakenmacher

Lannert hat schon einige Stationen in seiner Karriere erlebt. In der Jugend spielte der gebürtige Münchner bei Unterhaching, 1860 und den Bayern, wechselte später nach Augsburg. Über den SC Verl und erneut die Münchner Löwen führte ihn der Weg vor drei Jahren nach Bielefeld und nun zu den Lilien. In Darmstadt trifft er zwei ehemalige Weggefährten wieder: Luca Marseiler aus der Zeit in der Bayern-Jugend, der allerdings ein Jahr älter ist, sowie Fynn Lakenmacher aus seiner Zeit bei den Münchner Löwen.

Nach dem relativ großen Umbruch dauere es, bis die Mannschaft komplett gefestigt sei. „Das ist ein Prozess, der nicht innerhalb von zwei Wochen fertig sein wird“, sagt er. Aber es werde von Tag zu Tag besser. „Ich bin davon überzeugt, dass wir eine Top-Mannschaft haben. Aber wie schnell wir dann auf welches Level kommen, werden wir in den nächsten Wochen sehen. Wichtig ist erstmal, dass wir alle zusammenwachsen, dass dieser Umbruch schnell vorübergegangen ist.“

Hinten dichthalten, vorne anschieben und viele Meter sammeln

Seinen Spielstil bezeichnet er als dynamisch. Natürlich müsse man auf seiner Position viele Meter sammeln – nach vorne wie nach hinten. „Hinten da zu sein, ist primär mein Job, aber trotzdem auch vorne anzuschieben, Druck zu entwickeln“, sagt er. „Ich versuche immer, im Spiel Aktionen zu kreieren, Dynamik reinzubekommen, auch offensiv mit dabei zu sein.“

Bei der Arminia war er Vizekapitän – und auch bei den Lilien will er Verantwortung übernehmen. „Ich muss natürlich jetzt erstmal gucken, dass ich hier im Umfeld ankomme. Aber ich bin keiner, der sich jetzt versteckt. Ich habe jetzt auch ein bisschen Erfahrung im Fußball gesammelt in den letzten Jahren und möchte das auch für alle zur Verfügung stellen.“

Ein persönliches Saisonziel hat er sich zwar gesetzt, will es aber nicht preisgeben. Auf eine Prognose für die Liga will er sich nicht festlegen. Rein von den Namen her sei natürlich Wolfsburg der Favorit. „Aber die Spiele sind viel zu eng. Die Mannschaften sind viel zu nah aneinander, als dass man da jetzt irgendwie schon eine Prognose wagen könnte.“, sagt er. „Ich glaube, jeder, der das macht, liegt zu 90 Prozent in der 2. Liga falsch am Ende der Saison. Deswegen: Schauen wir mal!“

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