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Generalprobe mit Licht und Schatten: Der SV Darmstadt 98 ist bei seinem letzten Testspiel der Vorbereitung gegen den englischen Zweitligisten FC Portsmouth nicht über ein 0:0 hinausgekommen. Vor offiziell 6.350 Zuschauern am Samstag am Böllenfalltor hatten die Engländer in der ersten Halbzeit Vorteile, zum Ende hin waren die Lilien etwas besser. Es war das erste von sechs Testspielen gegen zuvor unterklassige Gegner, das die Lilien nicht gewannen. Oder umgekehrt: Das Team von Trainer Florian Kohfeldt hat die Vorbereitung ohne Niederlage absolviert.

Personal

Die Lilien begannen mit der gleichen Startformation wie im Testspiel eine Woche zuvor gegen die SG Sonnenhof Großaspach. Neuzugang Hojae Lee, der erst unter der Woche zur Mannschaft gestoßen war, saß zunächst auf der Bank. Matej Maglica gehörte nicht zum Kader. Er hatte mit anderen Reservisten am Vormittag bei einem nicht-öffentlichen Testspiel gegen den niederländischen Erstliga-Absteiger Heracles Almelo gespielt.

Spielverlauf

Die Engländer übernahmen zu Beginn die Initiative, prüften Schuhen zunächst mit einem Distanzschuss (2.) und setzten fünf Minuten später einen Kopfball an den Pfosten. Für die erste gefährliche Szene vor dem Tor der Gäste sorgte Duijvestijn (14.), der mit einem Freistoß aus zentraler Position das Gehäuse jedoch verfehlte. In der Folge brachte sich Lakenmacher zwei Mal geschickt in Position, scheiterte jedoch. Die Engländer blieben tonangebend, Schuhen musste zweimal gegen Schüsse aus halbspitzem Winkel parieren (27., 29.), doch trotz leichter Vorteile für die Engländer ging es torlos in die Pause.

Mit dem gleichen Personal kamen die Lilien aus der Pause. Die zweite Halbzeit begann von beiden Teams jedoch sehr verhalten. Nach einer guten Stunden kamen bei den Lilien Furukawa und Neuzugang Lee. Furukawa sorgte dann immerhin gleich für die erste Torannäherung der Lilien, ohne allerdings ernsthaft für Gefahr zu sorgen. In der Folge bekamen die Lilien jedoch mehr Zugriff aufs Spiel. Furukawa scheiterte in der 85. Minute nach einer der wenigen schönen Kombinationen über Lee und Duijvestijn aus zentraler Position. Kurz vor Schluss prüfte Pfeiffer mit einem abgefälschten Ball nochmals seinen eigenen Torhüter Schuhen.

Das war gut

  • Bezeichnend: Keeper Schuhen war insgesamt der beste Lilien-Spieler.
  • Duijvestijn zeigte als hängende Spitze immerhin ein paar gute Ansätze, setzte unter anderem Lakenmacher gut ein, auch der eingewechselte Verkooijen hatte ein paar gute Szenen, gleiches gilt für Rechtsverteidiger Lannert.
  • Die rund 1.500 englischen Fans sorgten lautstark und friedlich für viel Stimmung auf der Nordtribüne, die sie komplett in ihrer Hand hatten.

Da ist noch Luft nach oben

  • Die Lilien leisteten sich gegen robuste Engländer zu viele leichte Ballverluste im Spiel nach vorne – vor allem auf der linken Seite mit Kleinhansl und El Kadiri.
  • Wenn die Engländer die Räume dicht machten, fiel den Lilien gerade in der ersten Halbzeit im Aufbauspiel oft nur wenig ein.
  • Auch wenn Lakenmacher engagiert spielte, war er zu oft auf sich allein gestellt – in der Offensive fehlte es an Durchschlagskraft. Neuzugang Lee braucht auch noch Zeit.

Aufstellung

Schuhen – Lannert, Pfeiffer, Vukotic, Kleinhansl – Klefisch, Akiyama, Weißhaupt (70. Verkooijen), Duijvestijin, El Kadiri (62. Furukawa) – Lakenmacher (62. Lee)

Tore

Fehlanzeige

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Bildquellen

  • SVDPOR: Arthur Schönbein

10 Kommentare

  • Raininho sagt:

    Gut: Schuh ist schon auf Betriebstemperatur. Viele haben spielerische Ideen. Nicht so gut, oft nicht die gleichen.
    Laki ist nach wie vor kein Zeitligastürmer. Kleinhansl unterirdisch. Ich verstehe den Hype den unser Trainer um Paddy macht nicht, der ist immer für einen Totalausfall gut. Klinisch hatte auch einige haarsträubende Fehlpässe. Dem Rest bescheinige ich gute Leistungen.
    Mit den Erweiterungen sollte man einfach die Kersch im Dorf lassen. Das Spiel war jedenfalls besser als ein 0:0

  • Lilie sagt:

    Ich bleibe entspannt. Die halbe Mannschaft wurde ausgetauscht da fehlt eben noch Spielverständnis und Abstimmung. Einige gute Ansätze waren zu sehen das gilt es auszubauen. Gegen Kiel gilt es sich zu steigern das traue ich der Mannschaft aber zu.

  • Frank Hofmann sagt:

    Was offenbar nach Analyse mehrer Quellen dargeboten wurde macht noch zu wenig Hoffnung auf einen ersten Sieg gegen Kiel. Kalkuliere daher auch mit einem Unentschieden. Der Umbruch macht sich logischerweise dann bei Teams auf Augenhöhe jetzt deutlich sichtbar bemerkbar. Die Hängepartie bei Maglica und keinen echten eingespielten Sturm ist vielleicht doch etwas zu blauäugig diese Saison. Kohfeldt hat noch viel Arbeit vor sich. Wohin die Reise geht wird man nach dem Pokal dann erkennen.

    Die zweite Garde hat das Testspiel gegen die Niederländer (sind gerade aus der ersten Liga abgestiegen) mit 2:1 unter Ausschluß der Öffentlichkeit gewonnen! Da bleiben einige Fragezeichen zurück.

    • Lilie sagt:

      Naja 3 Quellen und selber nicht dagewesen würde mir nicht reichen. Wann haben wir mal ein Saison Eröffnungsspiel Mit Hurra gewonnen ? Mir fällt da nur Hamburg ein und in der Saison sind wir abgestiegen.

      • Frank Hofmann sagt:

        Unter Schuster haben wir damals die Generalprobe gewonnen – war vor Ort, und sind in Liga 1 verblieben.

        Umgekehrt muss man aber auch anerkennen, dass die Briten uns gut gefordert haben. In Summer gegen Kiel noch im Lernmodus.

        Es sind insgesamt 6 Quellen.

    • Lilienfan91 sagt:

      „Wohin die Reise geht“ … wird man frühestens nach der ersten Länderspielpause Ende September erkennen, wahrscheinlich noch später. Und das ist ganz normal so.

      Und welche Fragezeichen bleiben da? Mit Sicherheit ist Portsmouth stärker einzuschätzen als Almelo.

  • Udo D. sagt:

    Insgesamt war das ein Langweiler. Der Schiedsrichter hat Gott sei Dank pünktlich abgepfiffen.
    Viele Lichtblicke gab es nicht. Gegen Kiel muss sich die Mannschaft deutlich steigern.

  • Moritz sagt:

    Klingt gar nicht mal so gut. Muss man sich Sorgen machen um das Spiel gegen Kiel?

    • Klaus aus B. sagt:

      Ja. Tim Walter ist zwar unsympathisch aber sehr ambitioniert. Ich gehe davon aus, dass zumindest vorne die 0 steht. Und hinten wird man sehen.

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