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Nicht Ibrahim El Kadiri, nicht Raoul Petretta und auch nicht Lars Kehl – es war der 17 Jahre alte Manolo Merx, der beim Heimauftakt gegen Holstein Kiel in der 68. Minute als Ersatz für den erschöpften und von Krämpfen geplagten Yosuke Furukawa kam. Und es war eine kleine Überraschung, dass der Nachwuchsspieler den Vorzug vor gestandenen Akteuren mit Erst- und Zweitliga-Erfahrung erhielt.

Merx machte seine Sache dann wirklich gut. In der 82. Minute zog er im Strafraum nach innen, seinen Schuss blockte jedoch ein Kieler Abwehrspieler. „Wahnsinn. Geil, was der Junge gemacht hat“, schwärmte Keeper und Kapitän Marcel Schuhen später. Lilien-Coach Florian Kohfeldt bremste dagegen etwas: „Es ist das Privileg der Spieler, dass sie ihre Mitspieler loben dürfen. Trainer müssen da etwas vorsichtiger sein.“

Doch in den folgenden Worten schwang dann viel Anerkennung des Trainers für den Youngster mit. „Manolo hat es sich über sechs Wochen verdient, dass er heute gespielt hat. Er ist in Vorbereitung als Jugendspieler gestartet und hat sie als Kaderspieler beendet“, sagte Kohfeldt, der im Gegensatz zu seinem Vorgänger Torsten Lieberknecht Nachwuchsspieler nicht einfach mal ins kalte Wasser wirft, sondern sie erst bringt, wenn sie dem Team wirklich weiterhelfen können.

Viel Geschwindigkeit und abschlussorientiert

Was den 17 Jahre alten Lockenkopf auszeichnet, ist zunächst seine Geschwindigkeit. Lilienblog-Scouting-Experte Florian Först verwies darauf, dass Merx sowohl im Antritt wie in der Endgeschwindigkeit auffallend stark sei. „Seine Spielweise kann durchaus als geradlinig und abschlussorientiert mit einem Gespür für die richtige Positionierung beschreiben werden“, schreibt er. Merx sei eines der spannendsten Talente der vergangenen Jahre bei den Lilien (die vollständige Analyse lest ihr hier ->).

Bei Lobliedern auf Nachwuchsspielern ist jedoch Zurückhaltung angebracht. Ein gutes Debüt bedeutet noch nicht, dass eine erfolgreiche Karriere folgt. Gerade zwei Jahre ist es her, da startete Othmane El Idrissi als Hoffnungsträger aus dem Nachwuchs in die Saison. In seinem ersten Spiel flog er vom Platz, danach konnte er sich nicht mehr aufdrängen. Auch eine Leihe nach Aschaffenburg brachte keinen Aufschwung. Aktuell hat er bei den Lilien-Profis keine Zukunft (siehe auch Lilienblog-Beitrag ->).

„Entwicklung verläuft nicht immer linear“

Kohfeldt stellt klar, dass die Bäume auch für Merx nicht gleich in den Himmel wachsen: „Manolo wird sicher nicht Woche für Woche 90 Minuten spielen. Vielleicht spielt er auch mal ein paar Wochen nicht. Entwicklung verläuft nicht immer linear“, stellte er klar. „Aber er hat es auf jeden Fall verdient, dass wir sehr hart mit ihm arbeiten, um ihn weiterzuentwickeln.“

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Bildquellen

  • SGA-SVD2026-27-blog-0004: Arthur Schönbein

2 Kommentare

  • Frank Hofmann sagt:

    Der Kicker liegt leicht danaben.

    Alex Murphy ist ein LINKSVERTEIDIGER! Somit ist Maglica als INNENVERTEIDIGER eben nicht vom Tisch des Interesses. Ganz im Gegenteil.

    Nach Recherchen in sozialen Fanmedien des FCK sei Darmstadt im Moment die Spaßbremse bei der Ablösemodalitäten.

    Umgekehrt erwarten die Lilienfans eine hohe Ablöse für den Spieler als Schmerzensgeld für einen der besten IV der Liga.

    Maglica hält sich nur noch beim SVD fit, seine Zusage ist fix
    .
    Währenddessen Eilers und Baumann dem FCK die Preisschilder für Ablöse und Nebenforderung vertraglich auf den Tisch legen und Hengens Finanzschatullenverwaltung etwas Schnappatmung haben soll.

    Lieberknecht will ihn lt. Foren möglichst bis Samstag in seinem Kader stehen haben.

    Wenn länger dauert ist unsererseits alles gut. Der Ball liegt beim FCK auf der Geschäftstelle. Und der Kicker sollte besser recherchieren.

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