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Wer ist eigentlich Milan Smit? Unser Scouting-Experte Florian Först vom Lilienblog-Partner Kickfieber.de hat den Neuzugang des SV Darmstadt 98 mit seinen Stärken und Schwächen genauer unter die Lupe genommen:

Nach Hojae Lee hat der SV Darmstadt 98 nun mit Milan Smit den angekündigten zweiten Neuzugang für den Angriff präsentiert. Auch bei diesem Transfer handelt es sich um einen großgewachsenen Neuner. Das Darmstädter Beuteschema ist entsprechend klar, doch trotzdem gibt es Unterschiede zwischen den Angreifern im Kader. Was zeichnet den Niederländer also aus?

Smit bringt, ähnlich wie Lee, mit seinen 1,90 Meter eine gewisse Physis mit. Zuletzt spielte Smit immerhin in der englischen Championship bei Stoke City und damit in einer der härtesten Ligen der Welt. Es ist also davon auszugehen, dass sich der 23-Jährige körperlich zu behaupten weiß.

Jeder vierte Schuss ein Treffer

Im Vergleich zu Lee verfügt Smit aber über eine etwas größere Schnelligkeit, die gerade bei seinen Tiefenläufen durchaus hilfreich ist und dem Darmstädter Spiel mehr Variabilität verleiht. Diese Tiefenläufe im Zusammenspiel mit seinem intelligenten Stellungsspiel zeichnen ihn ebenso aus wie seine Abschlussstärke.

Bei seinen letzten drei Station beim SC Cambuur Leeuwarden, den Go Ahead Eagles Deventer und auch bei Stoke City bestach er durch enorme Effizienz. Ungefähr jeder vierte Schuss aufs gegnerische Tor fand den Weg ins Tor. Das sind Werte, von denen viele andere Angreifer nur zu träumen wagen. Auch gegen den Ball arbeitet Smit normalerweise intensiv mit und weist eine hohe Arbeitsrate auf. Das kommt dem Darmstädter Spiel sehr entgegen.

Ein schwieriges halbes Jahr

Gleichzeitig sollte man jedoch Geduld mitbringen, denn Smit hat kein leichtes letztes halbes Jahr hinter sich. Stoke City verpflichtete ihn Ende Januar als Hoffnungsträger für die Rückrunde, doch dort kam er nie wirklich ins Rollen. Insbesondere die Stoke-Fans kritisieren derzeit die planlosen Transferaktivitäten des Klubs und merken an, dass Trainer Mark Robins Smit augenscheinlich niemals wollte und man das auch wahrnehmen konnte.

Entsprechend bekommt Darmstadt einen Spieler, der nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzen dürfte, sondern sich zunächst wieder in Form bringen und seinen Rhythmus finden muss. Insbesondere seine Progressivität sowie seine spielerischen Fähigkeiten aus vergangenen Tagen gilt es wieder zu wecken. Sein Spiel gegen den Ball könnte zudem noch besser werden. Erreicht er sein früheres Level, findet sein Selbstvertrauen wieder und bewahrt seine Effizienz, dann können sich die Lilien ein weiteres Mal für ihre Transfers auf die Schulter klopfen.

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Bildquellen

  • Fahne_Lilien: Pixabay

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