Ohne Gräuel, aber auch ohne große Emotionen – erstmals kehrt Florian Kohfeldt als Gäste-Trainer zu seinem ehemaligen Verein VfL Wolfsburg zurück. Der heutige Lilien-Coach hatte die Wölfe den größten Teil der Saison 2021/22 betreut.
Nach seinem aus als Chefcoach von Werder Bremen im Frühjahr 2021 übernahm Kohfeldt Ende Oktober des gleichen Jahres den VfL als Nachfolger von Mark van Bommel – mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2023. Zu diesem Zeitpunkt stand die Mannschaft nach dem 9. Spieltag auf dem 9. Platz und war wettbewerbsübergreifend – Bundesliga und Champions League – achtmal in Folge sieglos geblieben.
Kohfeldt startete wettbewerbsübergreifend mit drei Siegen, es folgten jedoch kurz darauf acht Niederlagen hintereinander, womit man in der Champions League ausschied und in den Abstiegskampf geriet. Im Laufe der Rückrunde konnte sich die Mannschaft auch mit Hilfe der Winterneuzugänge Jonas Wind und Max Kruse, den Kohfeldt schon in Bremen trainiert hatte, aus der Abstiegszone befreien.
Kohfeldts Aus in Wolfsburg kam überraschend
Die Saison wurde schließlich auf dem 12. Platz abgeschlossen. Kurz nach Saisonende trennten sich der Verein und Trainer, obwohl der Vertrag noch ein Jahr lief. Auch wenn die Trennung laut offizieller Mitteilung damals einvernehmlich war, so kam sie nicht nur für Außenstehende ziemlich überraschend.
„Ich habe in Wolfsburg eine Menge Menschen kennengelernt, die ich weiterhin sehr schätze“, sagte Kohfeldt am Donnerstag und fügte an: „Viele von denen sind allerdings auch nicht mehr in Wolfsburg. Das ist auch die Wahrheit.“ Explizit nannte er seine damaligen Vorgesetzten Jörg Schmadtke (zuletzt Hannover 96) und Marcel Schäfer (heute Sportgeschäftsführer RB Leipzig), .
Er freue sich auf ein Wiedersehen in Wolfsburg mit der langjährigen Pressesprecherin Barbara Ertel-Leicht und Torwarttrainer Pascal Formann. Auch den heutigen Wolfsburger Sportgeschäftsführer Dieter Hecking schätze er sehr. Von den Spielern kenne er nur noch Maximilian Arnold, Yannick Gerhardt sowie Aster Vranckx, der allerdings aktuell verletzt ist.
Kohfeldts Fazit vor der Rückkehr an alte Wirkungsstätte: „Es ist ein Spiel, zu dem ich völlig ohne Gräuel fahre. Aber ich würde auch lügen, wenn es die gleichen Emotionen bei mir auslösen würde, wie ein Auswärtsspiel in Bremen.“
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Bildquellen
- SVD-Trainingslager-2025-26-lilienblog-0039: Arthur Schönbein





