Wenn Florian Kohfeldt von Achsen- und Ankerspielern spricht, gehört er dazu: Patric Pfeiffer. Und der Innenverteidiger ist in dieser Saison – anders als sein Nebenmann Aleksandar Vukotic – bislang tatsächlich einer der Führungsspieler und Ruhepunkte in einer zu großen Teilen neu formierten Mannschaft. „Ich bin jetzt 27 und mit am längsten im Verein“, sagt Pfeiffer. „Und mit meiner Erfahrung muss ich jetzt auch Verantwortung übernehmen.“
Die Fehler seines Nebenmanns Vukotic will er dabei nicht überbewerten. „Wir spielen schon seit bald anderthalb Jahren zusammen, und ich finde eigentlich, dass wir das ganz gut machen“, sagt er. „Fehler gehören leider dazu.“ Dass Vukotic nach seinem Fehler gegen Cottbus dann noch ein Tor gemacht hat, habe ihn umso mehr gefreut.
Die leichtsinnigen Sachen weglassen
Pfeiffer spricht da aus eigener Erfahrung, hatte selbst immer wieder Aussetzer in seinem Spiel. Diese Saison wirkt er bislang deutlich fokussierter. „Ich werde halt reifer und habe mehr Spiele auf dem Buckel“, sagt er schmunzelnd. Er habe in seinem Spiel aber auch ein paar Dinge umgestellt – sei noch konzentrierter geworden und lasse die leichtsinnigen Dinge weg.
Dass man in den vergangenen Monaten nicht mehr so viele großartige Diagonalpässe wie zu Beginn der vergangenen Saison spiele, habe damit aber nichts zu tun. Es sei auch keine Maßgabe des Trainers, den Ball spielerisch nach vorne zu tragen und nicht auf lange Bälle zu setzen.
Die Erklärung ist ziemlich banal: „Ich versuche das schon, aber ich sehe, dass die Gegner sich jetzt mehr darauf eingestellt haben“, sagt er. Die würden in solchen Situationen dann eher die Außen zumachen. Ohnehin sei es immer gut, wenn man einen gesunden Mix zwischen Rausspielen und Diagonalbällen habe.
Mehr Kommunikation
Für die laufende Saison habe er sich vorgenommen, möglichst viele Spiele für die Lilien zu machen und auch zu gewinnen. Die bisherige Bilanz mit sieben Punkten aus sieben Spielen sei da durchwachsen. „Aber ich finde, dass man in den letzten Spielen gesehen hat, dass wir uns festigen als Mannschaft, dass jetzt langsam alle zurückkommen und dass wir langsam dieses Grundgerüst haben, was der Trainer haben wollte.“
Zu seiner eigenen Führungsrolle gehöre auch, mehr zu kommunizieren. Er versuche, mehr mit seinen Mitspielern zu reden und sie dabei positiv zu unterstützen, was ihm früher nicht immer leicht gefallen sei, weil er sehr impulsiv sei. Und auch nach außen kommuniziert der sonst medienscheue Spieler aktuell. Die Medienrunde am Mittwoch war jedenfalls die erste seit fast eineinhalb Jahren.
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Mehr zu Patric Pfeiffer findet ihr hier (->) in unserem Lilien-Album.
Bildquellen
- SVD-portsmouth-2026-27-blog-0004: Arthur Schönbein





