Gespräche zwischen Aleksandar Vukotic und Florian Kohfeldt dauern nicht lange. „Jeder weiß, was zu sagen ist, dann verlässt man wieder den Raum – beidseitig. Und das ist gut“, sagte der Trainer des SV Darmstadt 98 am Freitag. So war es auch nach dem Spiel der Lilien gegen Cottbus, als Innenverteidiger Vukotic erst den Rückstand verschuldet und später den Führungstreffer geköpft hatte. „Wir haben am Sonntagmorgen in der Lounge einen halben Espresso zusammen getrunken. Länger braucht das nicht.“
Drei Botschaften habe er dem 31-Jährigen während des halben Espressos vermittelt. „Ich habe gesagt: Vuko, es ist jetzt nicht mehr der Moment, so zu tun, als hättest du keine Fehler gemacht.“ Aber das habe sein Spieler im Mediengespräch auch nicht getan. Darin hatte Vukotic die Fehler offen eingestanden (->).
Botschaft zwei an den Serben war: „Ich mag es unfassbar, dass du nach Fehlern nicht wegbrichst.“ Das sei auch eine große Eigenschaft des Spielers, dass er in den beiden Partien, in denen er Fehler gemacht habe, wiedergekommen sei und getroffen habe.
Und die dritte, wichtigste und längste Botschaft gab es dann quasi auf den letzten Schluck Espresso: „Du hast mein Vertrauen. Beschäftige dich damit, dass du zu deine Fehler minimierst und in jeder Minute im Spiel da bist. Aber beschäftige dich bitte nicht damit, ob du spielst oder nicht.“ Kohfeldts klare Aussage am Freitag mit Blick auf die anstehende Partie gegen Karlsruhe: „Aleksandar Vukotic wird auf jeden Fall am Sonntag in der Startelf stehen. Und bei normalem Verlauf auch weit darüber hinaus.“
In der Achse ist Vukotic quasi konkurrenzlos
Vukotic ist neben Keeper Marcel Schuhen, seinem Nebenmann Patric Pfeiffer und den beiden Sechsern Kai Klefisch und Hiroki Akiyama Bestandteil der Achse, an der sich die vielen neuen Spieler orientieren sollen. Im Gegensatz zu den anderen drei Feldspielern gibt es aber für Vukotic keinen annähernd gleich starken Linksfuß für die Innenverteidigung.
Die erwähnte Achse kristallisiere sich mittlerweile immer mehr heraus, auch wenn sich diese Ankerspieler teils noch individuell stabilisieren müssten, sagte Kohfeldt. „Ich glaube, wir erreichen langsam eine Phase, in der die Jungs nicht mehr darüber nachdenken müssen, wie wir als Mannschaft spielen wollen, sondern sich mehr darauf konzentrieren können, was ihre individuelle Fähigkeit darin ist.“ Das habe zumindest die bisherige Trainingswoche gezeigt.
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Mehr zu Alexander Vukotic findet ihr hier (->) in unserem Lilien-Album.
Bildquellen
- SVD-elv-2026-27-blog-0051: Arthur Schönbein





