Vor dem Spiel gegen den Karlsruher SC hatte Trainer Florian Kohfeldt seinem Innenverteidiger Aleksandar Vukotic noch das Vertrauen ausgesprochen und ihm eine Quasi-Einsatzgarantie (->) gegeben. Ein Spiel später saß der 31 Jahre alte Serbe beim SV Darmstadt 98 gegen St. Pauli 90 Minuten auf der Bank, obwohl er eigentlich ein Ankerspieler im System Kohfeldts sein soll.
„Zwischen dem, was ich gesagt habe, und dem Spiel heute lag schon noch etwas dazwischen“, sagte Kohfeldt nach dem St.-Pauli-Spiel mit Blick auf die Leistung seines Innenverteidigers gegen Karlsruhe. Und mit der war er offensichtlich überhaupt nicht zufrieden.
Auch ein taktisches Thema
Die Denkpause sei aber auch ein taktisches Thema gewesen. Denn St. Pauli verfügt mit Abdoulie Ceesay und Youssoupha Niang über zwei sehr schnelle Stürmer. „Wenn wir ehrlich sind, dann war der Matchplan der meisten Gegner in den vergangenen Wochen relativ einfach: Kurz locken, dann lang hinter die Kette.“ Und wenn Vukotic in diesen Situationen ins Laufduell gehen muss, hat er massive Geschwindigkeitsdefizite.
Für Vukotic ist die zumindest temporäre Ausbootung eine Fortsetzung der Achterbahnfahrt in dieser Saison. Gegen Kiel und Cottbus hat er drei Gegentore verschuldet, aber auch jeweils getroffen. Gegen Hannover flog er wegen eines überflüssigen Handspiels früh vom Platz und die Partie ging verloren. Trotz der Rückendeckung des Trainers nun auf die Bank.
Lührs punktet im Konkurrenzkampf mit Vukotic
Kohfeldt hofft nun, dass seine Entscheidung mit Vukotic das mache, was es in der Regel mit ihm mache: „Dass er sauer ist, dass er trotzdem der Erste ist, der in der Kabine lächelt, wenn wir Punkte holen und die Jungs unterstützt. Und dass er dann unfassbar sauer sein wird, um mir zu zeigen, dass er in diese Startelf gehört. Und wenn das der Effekt ist, haben wir alles richtig gemacht.“
Allerdings: Ersatzmann Yannik Lührs, der Vukotic bereits nach dessen Roter Karte gegen Hannover in drei Partien mit teils ordentlichen, teils mäßigen Leistungen vertreten hatte, machte seine Sache gegen St. Pauli auf der zentralen Position in der neu formierten Dreierkette wirklich gut. Damit empfahl er sich für weitere Aufgaben.
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Bildquellen
- ksc-SVD-2026-27-blog-0021: Arthur Schönbein





